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Hundeführerschein für alle!

Kampfhunde - schon alleine dieser Begriff ist diskriminierend. Stellen Sie sich vor, Sie haben seit langem ihrem Hund, der Ihnen gehorcht, keinen anderen Hund oder Mensch angreift und ein echter Familienhund ist. Von heute auf morgen bekommt dieser den Begriff Kampfhund.

Weil er eben einer bestimmten Rasse angehört, die in der Landeshundeverordnung als Kampfhund deklariert wird. Nun müssen Sie als Halter der zuständigen Behörde nachweisen, dass ihr Hund keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren aufweist. Das erging vielen Hundebesitzern von zehn Jahren mit der Einführung der Landeshundeverordnung. Doch nicht nur das: Nachbarn grenzten sie plötzlich aus, wechselten die Straßenseite und mieden den Kontakt.

Hunde sind potenziell gefährlich - wenn sie nicht richtig erzogen werden. Doch das liegt nicht unbedingt an der Rasse, sondern in erster Linie an den jeweiligen Haltern. Deswegen sollte man keine bestimmten Rassen als Kampfhunde bezeichnen, sondern von allen Hundehaltern und Hunden - ohne Ausnahme - einen sogenannten "Hundeführerschein" verlangen. Denn jeder Hund kann gefährlich werden.

Von Andrea Rothfuß

Haben Sie die gleiche Meinung? Oder haben Sie ganz andere Ansichten, die vielleicht auf persönliche Erfahrungen mit Kampfhunden zurückzuführen sind? Sagen Sie mir Ihre Meinung, wir veröffentlichen Ihre Leserbriefe in der nächsten Ausgabe. Schicken Sie mir eine Mail an: Andrea.Rothfuss@gmx.com.


02.09.2010 - aktualisiert: 02.09.2010 07:13 Uhr

 






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