Klasse 3b der Hohensteinschule leidet unter Lehrerwechsel - Brief an Kultusministerium
Eltern und Schüler der Klasse 3b der Hohensteinschule sind sauer. Denn immer wieder müssen sie sich an neue Klassenlehrer gewöhnen. "Das Hickhack nervt unsere Kinder, ständig findet wieder ein Lehrerwechsel statt", berichtet Natasa Guncati-Golouh. Ihre beiden Töchter sind in der 3 b - und bekommen nach den Schulferien schon wieder eine neue Klassenlehrerin.
ZUFFENHAUSEN
Beliebt, das war sie, die bisherige Klassenlehrerin der Klasse 3b der Hohensteinschule. Und das, obwohl sie die Kinder erst seit der dritten Klasse unterricht hat. Doch länger wird sie die Jungen und Mädchen auch nicht unterrichten dürfen - sie soll nun an einer anderen Grundschule beschäftigt werden. Deshalb gab es am letzten Schultag vor den Sommerferien jede Menge Tränen. "Kollektives Weinen war angesagt", erinnert sich Natasa Guncati-Golouh, Elternbeirätin der Klasse 3b zurück.
Warum die Lehrerin, die auch bei ihren Töchtern Sara und Leonore beliebt war, an eine andere Schule muss, kann die Mutter nicht verstehen.
"Unsere Klasse hatte bisher schon mehrere Klassenlehrerwechsel. Es ist nicht im Sinne unserer Klasse schon wieder einen Lehrerwechsel durchzuführen, da die neue Lehrkraft die Kinder nicht kennt und schon wieder eine Gewöhnung unserer Kinder an eine neue Bezugsperson nötig ist", beschwert sie sich.
Und hat deswegen dem Regierungspräsidium Stuttgart und dem Kultusministerium einen Brief geschrieben. Darin bat sie im Namen aller Eltern der Klasse 3 b dringend darum, den Lehrauftrag der bisherigen Lehrerin zu verlängern.
"Wir können nicht verstehen, dass unsere Lehrerin an einer anderen Grundschule unterrichten soll und dann für unsere Kinder eine neue Lehrkraft angefordert werden muss. Es kann nicht sein, dass im vieren Schuljahr die Klassenlehrerin abgezogen wird.
Bis die neue Lehrkraft unsere Kinder kennen lernt ist die Anmeldefrist für die weiterführenden Schulen schon vorbei." Doch erreicht haben die Schüler und Eltern mit ihrer Bitte nichts, ihre bisherige Lehrerin wird nun nicht mehr Klassenlehrerin für die vierte Klasse sein. Das Kultusministerium begründete die Ablehnung damit, dass die bisherige Klassenlehrerin als Vertretungslehrerin gearbeitet habe und ein anderes Einstellungsangebot erhalten habe und eine Änderung der Zuweisung der Lehrerin nach Stuttgart aus rechtlichen Gründen nicht erfolgen könne. Sorgen müssten sich die Eltern nicht machen, ihre Kinder erhielten im kommenden Schuljahr eine erfahrene Lehrkraft.
"Wir haben Bammel vor dem nächsten Schuljahr. Die Logik, nach welcher die Lehrer eingestellt werden, verstehen wir überhaupt nicht", so Natasa Guncati-Golouh.
Dr. Peter Zaar, Pressesprecher des Regierungspräsidium Stuttgart äußerte sich wie folgt:
"Die Lehrerin war nur als Krankheitsvertretung an der Hohensteinschule tätig und hatte sich parallel für eine Vollzeitstelle beworben und lief damit ganz automatisch in das Bewerbungsverfahren ein. Dem Wunsch entsprechend wurde der Lehrerin dann eine entsprechende Schule angeboten und sie hat ihren Platz in ihrem Wunschbezirk bekommen."