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Die Traumburgen warten


Herbstprogramm der Kinderwerkstatt Feuerbach läuft an
 

Die Holzburgen warten auf einem Nebentisch auf ihre Eigentümer: Türme, Burgwälle und Schießscharten sind bei den meisten schon erkennbar, obwohl das Burgenbauen ja gerade erst angefangen hat. Ein Kind hat sogar schon genaue Pläne gezeichnet, wie die Burg aussehen soll.
 

FEUERBACH

Fantasievolles Basteln ist typisch für die Kinderwerkstatt Feuerbach: die Kinder sollen gefördert und ermutigt werden, nicht eingeschränkt oder zurückgehalten werden. Die Traumburgen waren Teil des Sommerprogramms während der Ferien, Holzarbeiten sind aber auch ein großer Bestandteil des Herbstprogramms der Kinderwerkstatt, es gibt Kurse zum Schnitzen, : "Alles, bei dem es ums fantasievolle Gestalten geht, ist uns wichtig", sagt Gabriele Farkas, die Leiterin der Kinderwerkstatt. "Wir überlassen die Kinder nie sich selbst, sondern arbeiten ganz intensiv mit ihnen zusammen."

Und das fängt schon bei den Allerkleinsten an: die "Sinneswerkstatt" richtet sich an Kinder ab zwei Jahren; in kleinen Gruppen finden einfache Bewegungsspiele statt, mit Spielzeug aus Holz und Stoff. Ab drei Jahren gibt es die "Fantasiewerkstatt", in der schon stärker gebastelt und kreiert wird, sei es aus Ton, Wachs oder mit Wassermalfarben.

"Seit die Kitas sich aufgrund der erzieherischen Vorgaben so verändert haben", erzählt Gabriele Farkas, "gibt es dort weniger kreative Prozesse als früher. Dafür gibt es dann uns." Die Kinderwerkstatt für Handwerk, Kunst und Fantasie, kurz Hakufa genannt, gibt es seit 1973, damals noch unter dem Dach des christlichen Jugenddorfs (CJD).

Dessen Kuratorium entschied dann aber, keine offene Jugendarbeit mehr zu betreiben, somit wurde die Hakufa 1994 ein selbständiger Verein. "Wir gelten als besonders förderungswert und sind seit 2003 auch Dekra-geprüft", berichtet Farkas. Die Betonung liege auf der intensiven Zusammenarbeit zwischen Hakufa, Eltern und Kindern: "Wir bieten etwa auch Kurse für Kinder und Eltern gemeinsam an."

Da gibt es Kurse zum Herstellen von Schnitzmessern und Bögen, oder auch zum gemeinsamen Filzbasteln. Aber auch einen familiären Service bietet die Hakufa: "Wir haben etwa einen Jungen, der im Herbst gerne seinen Holzbastelkurs weitermachen möchte", erzählt Gabriele Farkas.

"Aber er weiß noch nicht, wie sein Stundenplan ausfällt und wann er dafür Zeit haben wird. Wir haben ihn trotzdem auf die Liste genommen, und sobald er weiß, wann er Zeit hat, bekommt er seinen Kurstermin." Bei anderen Veranstaltern, etwa der Volkshochschule, sei so etwas nicht möglich.

Wer statt eines Kurses einfach mal einen ungewöhnlichen Geburtstag für sein Kind möchte, ist ebenfalls am richtigen Platz: "Je nach Alter bieten wir unterschiedliche Möglichkeiten, in der Werkstatt Kindergeburtstag zu feiern", sagt Farkas. Ob Töpferwerkstatt, Märchentag, Hüttenbau oder Modellbauen - für jeden Interessenbereich gibt es Angebote.


Rebecca Anna Fritzsche

08.09.2010 - aktualisiert: 08.09.2010 20:14 Uhr

 






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