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Spaß an Spiel und Sport

TV Echterdingen eröffnet zum neuen Schuljahr seine Kindersportschule
 

Seit 15 Jahren geplant und gewollt - jetzt endlich geht die Kindersportschule des TV Echterdingen an den Start. Das Wochenblatt traf im Vorfeld die Initiatoren und sprach mit ihnen über die Vorteile der vielfältigen Bewegungsangebote.

Rebecca Stahlberg

ECHTERDINGEN

"Wir sind der Meinung, dass man nicht zu früh damit anfangen darf, die Kinder auf nur eine Sportart zu spezialisieren", erklärt Walter Reiff, der erste Vorsitzende des TV Echterdingen. "Der bessere Weg ist es, den Kindern eine breite sportliche Ausbildung zu ermöglichen.

Erst mit circa zehn Jahren sollten sie sich dann ihren Neigungen entsprechend für eine Sportart entscheiden." In der Kindersportschule biete man den Einblick in alle möglichen Sportarten und vermittle den Kindern frühzeitig Spaß an der Bewegung.

"Es ist ein ungezwungener Eintritt in den Verein", sagt Joachim Becker, ausgebildeter Sportpädagoge und Leiter der Kiss. "Die Kinder können sich frei entwickeln und sich dann später für eine Abteilung entscheiden. Immer wieder werden sich diese den Kindern vorstellen, damit sie die verschiedenen Sportarten kennenlernen." Denn erst mit der Zeit zeige sich, für welche Sportart ein Kind talentiert sei. Es mache keinen Sinn, das Kind zum Handballer zu machen, nur weil andere Familienmitglieder schon Handballer seien, nennt er ein Beispiel.

Vor allem stehe der Leistungsgedanke bei der Kindersportschule nicht im Vordergrund, betont Jugendleiterin Susanne Ludwar. "In einer Mannschaft besteht immer einer starker Leistungsdruck, die guten Sportler sind erfolgreich und die schlechten fallen raus. Das ist bei uns nicht so. Die Kinder sollen hier die Freude an der Bewegung kennenlernen und motorische Abläufe erlernen." Denn es sei leider so, fügt Walter Reiff hinzu, dass heutzutage bei vielen Kindern ein Mangel an Koordination und Motorik herrsche. "In der Kindersportschule lernen sie spielerisch die richtigen Bewegungsabläufe und beugen so Haltungsschäden vor." Auch die Entwicklung der Sozialkompetenz werde in der Kindersportschule gefördert. "Es sind gemischte Gruppen, also Mädchen und Jungen zusammen", berichtet Susanne Ludwar. Es werde drei Gruppen mit jeweils 15 Kindern geben.

Im September könne man noch reinschnuppern, im Oktober gehe es dann richtig los.

"Rund zwei Dutzend Kinder haben sich schon angemeldet", erzählt Joachim Becker.

"Wir wollen auch Schwimmunterricht zusammen mit einem DLRG-Schwimmlehrer anbieten", kündigt er an, "denn die Schulen sind zumeist überfordert mit einem qualifizierten Schwimmunterricht." Joachim Beckers Töchter Bonnie und Jamie gehören auch zum Team der Kiss. Bonnie macht zurzeit eine Ausbildung zur Sportlehrerin. "Ich will durch die Arbeit in der Kindersportschule noch mehr Erfahrungen sammeln", erzählt sie. Ihre jüngere Schwester Jamie geht noch zur Schule, sie wird die Kiss bei Ausflügen und ähnlichem unterstützen. Mehr Info und Anmeldungen beim TV Echterdingen. Kontakt unter http://www.tv-echterdingen.de.


09.09.2010 - aktualisiert: 09.09.2010 07:02 Uhr

 

 

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