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"Gerlingen hat uns willkommen geheißen"


Dreharbeiten auf der Gerlinger Schillerhöhe - Film wird auf Arte gezeigt
 

Auf der Suche nach einem geeigneten Haus mit Swimmingpool für ein Kurzfilmprojekt, wurden die beiden Filmproduzenten Angèle Diabang und Ümit Uluda? gemeinsam mit dem Regisseuren Benjamin Moritz Gronau auf der Gerlinger Schillerhöhe fündig.
 

GERLINGEN

Jakob, so heißt der achteinhalb minütige Kurzfilm, der in einem Haus auf der Schillerhöhe in Gerlingen spielt. Gedreht wurde nicht nur in den Räumlichkeiten, sondern auch im Außenbereich. Denn zu den Vorgaben des Drehbuches gehört nicht nur ein Haus, sondern auch ein Swimmingpool. "Uns war von Beginn an klar, dass es nicht einfach sein wird, einen solchen Ort zu finden", sagt Ümit Uluda?, der zusammen mit Angèle Diabang den Film produziert hat.

Die beiden 31-Jährigen gehören zu den 18 Teilnehmern des Ateliers Ludwigsburg-Paris, einem einjährigen von Media geförderten Weiterbildungsprogramm für angehende europäische Filmproduzenten. "Am Ende produzieren die Atelier-Teilnehmer zu zweit einen Abschlussfilm", erklärt Diabang. Auf diese Weise entstehen neun verschiedene Kurzfilme zu einem gemeinsamen Thema. Das diesjährige lautet "Zu spät". Bei den Reihen handelt es sich um deutsch-französische Koproduktionen, die von Arte, dem SWR, der Filmakademie Baden-Württemberg und La fémis hergestellt werden. Die Drehbuchvorschläge stammen von den Studenten an der Filmakademie und an La fémis, Je nach Drehbuch wird entweder in Ludwigsburg oder in Paris produziert. Um das Projekt durchführen zu können, haben Angèle und Ümit ein Team, bestehend aus Studenten der Filmakademie, zusammengestellt. Darunter ist auch der 25-jährige Regisseur Benjamin Moritz Gronau. Gemeinsam haben sich die drei auf die Suche nach einem Ort begeben, der den Vorgaben des Drehbuches gerecht wird: Haus mit Swimmingpool und einem Maisfeld im Hintergrund.

Bei ihren Nachforschungen wurden sie auf die Gerlinger Schillerhöhe aufmerksam gemacht. "Bevor wir hingefahren sind, haben wir auf Google Earth geschaut, wo die Häuser mit Swimmingpools stehen", erzählt Gronau. Nicht alle kamen in Frage, aber bei einem hatte das Team Erfolg und erhielt auch die Erlaubnis der Hausbesitzer dort zu Drehen. Nach vorherigen Besichtigungen wurde der Film Ende Juli, an vier Tagen im Haus auf der Schillerhöhe und an einem Tag in einem Maisfeld in Kornwestheim, aufgenommen. "Wir sind den Besitzern sehr dankbar, dass sie uns ihr Haus für diese Zeit überlassen haben", sagt Diabang, da hätten sie sehr viel Glück gehabt. Überhaupt sei das Team in Gerlingen auf freundliche und aufgeschlossene Leute gestoßen, die ihr Anliegen unterstützt haben. "Gerlingen hat uns Willkommen geheißen", fasst Gronau zusammen. So konnte das Drehbuch verfilmt werden.

"Der Film zeigt, wie Jakob und sein Vater mit dem nicht Vorhandensein der Mutter beziehungsweise Ehefrau klarkommen", erzählt Uluda?. Während der Sohn an der Erinnerung festhält, versucht der Vater zu verdrängen. "Die Frage ist, finden die beiden noch zueinander, oder ist es schon zu spät?"

Der Film ist auf jeden Fall im Kasten und reif für die Präsentation. Die Premiere findet am 29. Oktober im Stuttgarter Metropol Kino statt. Daneben werden alle Kurzfilme auf dem Festival Max Ophüls Preis vorgestellt sowie Anfang nächsten Jahres von Arte ausgestrahlt.


azu

09.09.2010 - aktualisiert: 09.09.2010 10:29 Uhr

 






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