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Die Lust am kleinen Risiko

Vortrag zur "Erlebniswelt Spielhalle" am 20. September
 

S-MITTE

Wenn die Suchthilfe das Glücksspiel betrachtet, stehen normalerweise die schädlichen Seiten dieser Beschäftigung im Vordergrund. Die Berater kennen die Szene aus den Schilderungen der Gescheiterten. Wenig bekannt ist die alltägliche Kultur, die Erlebniswelt "Spielhalle": Was treibt Männer und Frauen an die Spielautomaten? Die Sicht der Akteure steht im Mittelpunkt des Vortrags "Der Gesang der Sirenen.

Das Automatenspiel als gefahrvolle Herausforderung" von Professor Jo Reichertz.

Dazu laden die Fachstelle Glücksspiel und Medienkonsum der Evangelischen Gesellschaft und die Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim ein.

Der Vortrag findet am Montag, 20. September, um 18 Uhr im Haus der Diakonie der Evangelischen Gesellschaft in der Büchsenstraße 34/36, statt. Der Eintritt ist kostenlos.

Eine Forschergruppe aus Soziologen und Kommunikationswissenschaftlern hat jetzt eine ethnologische Beschreibung der Spielhallen vorgelegt. Diese Untersuchung ist eine Fundgrube für alle, die persönlich oder professionell mit dem Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht zu tun haben. Sie beantwortet Fragen wie: Was motiviert die Spieler zu dem, was sie tun? Die Lust am kleinen Risiko, das Glück, das Geld, die Langeweile? Welche Spielertypen gibt es? Was sind die Motive, sich immer wieder der Gefahr auszusetzen, weiteres Geld zu verlieren? Und was hält die Spieler am Automaten angesichts einer unbestreitbar negativen finanziellen Bilanz? Jo Reichertz vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen wird in seinem Vortrag über Ergebnisse der Untersuchung berichten.


09.09.2010 - aktualisiert: 09.09.2010 07:04 Uhr

 






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