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Ein Filmstar in Beuren

Bauernhaus aus Aichelau erhält neuen Platz im Freilichtmuseum
 

Ein rund 500 Jahre altes Bauernhaus erfährt in neuer Umgebung ungewohnte Wertschätzung. Sein Umzug ins Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren macht es möglich. Seit Ende April diesen Jahres ist das alte Bauernhaus aus Aichelau von der Zwiefalter Alb im Freilichtmuseum zur Besichtigung offen. Den kompletten Umzug kann man sich in fünf Kurzfilmen ansehen.

BEUREN

Museumsgäste können auch in seinem Inneren viel Interessantes entdecken und erfahren. Eine Besonderheit und sicher ein Höhepunkt der Präsentation: Das Filmmaterial über die spektakuläre Hausumsetzung vom ursprünglichen Standort ins Museumsdorf.

Zwischen den alten Mauern ist es gelungen, vor dem Abgang zum Gewölbekeller, einen Medienraum mit modernster Technik einzurichten. So kann man fast wie im Kino noch einmal bei dem Umzug des Hauses dabei sein.

Die Umsetzung des Hauses, seine "Reise" nach Beuren und das Zusammenfügen im Albdorf im Freilichtmuseum Beuren wurde filmisch Schritt für Schritt dokumentiert.

Manfred Schäffler begleitete von 2005 bis 2010 ehrenamtlich den gesamten Ab- und Aufbau des Bauernhauses. Aus mehr als 50 Stunden Filmmaterial hat Manfred Schäffler fünf Kurzfilme gemacht. Auf Knopfdruck können verschiedene Filme abgerufen werden: "Abbau Bauernhaus aus Aichelau" (Filmdauer sieben Minuten), "Restaurierung in der Abbundhalle" (Filmdauer vier Minuten), "Translozierung Gewölbekeller" (Filmdauer zehn Minuten), "Wiederaufbau im Freilichtmuseum Beuren" (Filmdauer zehn Minuten), "Konservierung und Fertigstellung" (Filmdauer zehn Minuten).

Das Bauernhaus ist eine Besonderheit. Mit seinen rund 500 Jahren hat es ein stattliches Alter für ein Gebäude erreicht, das auf der rauen Alb Wind und Wetter trotzen musste.

Das Haus bietet den Museumsgästen bei der Besichtigung immer wieder überraschende Einblicke in seine wechselvolle Baugeschichte. Seine ältesten Teile, aber auch Neuerungen werden sichtbar gemacht. Diese Modernisierungen stehen immer in unmittelbarem Zusammenhang zu Bedarf und Bedürfnissen der jeweiligen Bewohner.

Einmal wurde das Haus durch den Einbau eines Kamins rauchfrei, ein anderes Mal wurde der dringend benötigte Wohnraum angebaut.

Die Baugeschichte wird ergänzt durch die Lebensgeschichten ausgewählter Bewohnerinnen und Bewohner. Eingeordnet werden die individuellen Lebensläufe in das jeweilige historische Zeitgeschehen.

Das Bauernhaus aus Aichelau kennen lernen, heißt, viel von der Alltags- und Baugeschichte von 1500 bis 1984 zu erfahren. In der Stube des Hauses gibt es eine intensive Zusammenschau aller drei Schwerpunkte, der Baugeschichte, der persönlichen Geschichte der Bewohner und der Zeitgeschichte. Hier wird ausgehend von markanten Bauphasen mittels modernster Präsentationstechnik, mit Monitorpräsentationen, Material zusammengestellt, welches das Gebäude, die darin lebenden Menschen und die Zeit erklärt.


09.09.2010 - aktualisiert: 09.09.2010 07:04 Uhr

 






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