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Wie kinderfreundlich ist der Klingenbachpark ?


Eine Mutter macht einen Rundgang mit unserer Redaktion
 

Jenny Schrammel lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter in Gaisburg und hält sich oft im Klingenbachpark auf. Beim Rundgang durch die Anlage erklärt sie die Spielmöglichkeiten für Kinder. Manches Gebüsch, das nun fehlt, war aus Kindersicht ein Wald zum Verstecken.
 

GAISBURG

Man trifft sich an der Tischtennisplatte auf dem in die Jahre gekommenen Schachfeld. Der Tisch wird gut genutzt, weiß Jenny Schrammel, die tagtäglich den Weg durch den Park zur städtischen Kindertagesstätte nimmt. Ihre fünfjährige Tochter ist dort untergebracht, während sie als Architektin arbeitet. "Hier an der Tischtennisplatte ist der Treffpunkt für viele Kita-Eltern", meint sie. Als Jenny Schrammel schwanger wurde, entschieden ihr Mann und sie vom Stuttgarter Westen in den Stuttgarter Osten zu ziehen.

"Der Park hier war mit ein Kriterium für den Umzug", erklärt sie. Für viele, vor allem für jene Anwohner, die über keinen eigenen Garten oder Balkon verfügen, sei die Anlage eine Art verlängertes Wohnzimmer. "Der Park ist klasse", daran lässt sie keinen Zweifel. Und dennoch, aus Kindersicht seien die Arbeiten des Garten-, Friedhofs- und Forstamts nicht durchweg erfreulich. Kurz vor den Sommerferien hat man die Eibe neben der Tischtennisplatte gefällt. Auch wenn nun eine Sichtachse geschaffen wurde, der Dreimeterbaum sei den Kindern ein "Superkletterbaum" gewesen, bedauert Jenny Schrammel den Wegfall der Eibe.

Außerdem wurde neben dem Schachfeld eine Sitzbank entfernt, die nun den Leuten fehle. Viel Gestrüpp wurde im Park beseitigt, Sträucher wurden herausgerissen, doch die Mutter gibt zu Bedenken: "Jetzt können sich die Kinder dort nicht mehr verstecken". "Ich geh jetzt in den Wald", sagt die Tochter beim Eintauchen ins Gestrüpp immer. Nun ist es an vielen Stellen kahl geworden. Bei der Brunnenanlage am Kiosk wurde eine scharfkantige Edelstahlabdeckung über Rohren angebracht.

Mittlerweile wurden die Kanten zwar abgeschliffen, aber der kleinkindhohe Metallkasten scheint zum Stolpern geradezu gemacht. Dann führt der Weg zum Kinderspielplatz. Wie immer größer werdende Zahnlücken wirken die fehlenden Palisaden dort. "Sie wurden entfernt, aber nicht ersetzt", meint Jenny Schrammel. Drüberbalancieren ist nicht mehr. Zwei Schaukeln seien eigentlich zu wenig, so die Architektin. Sie vermisste über Monate eine Babyschaukel, die auf ihre Anfrage hin durch eine gewöhnliche Schaukel ersetzt wurde. Zwei kleine Holzhäuschen standen den Kindern zum Spielen zur Verfügung.

"Doch dann fehlte mal hier ein Brett, stand dort ein Nagel raus. Am Ende wurden die Holzhäuschen ersatzlos entfernt", bedauert die Mutter.


max

09.09.2010 - aktualisiert: 09.09.2010 10:34 Uhr

 






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