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Vom Grenzstein bis zum Kunstwerk

Kunstwerke und Denkmäler vom Neckar bis zur Gänsheide
 

Ulrich Gohl hat in Muse-O sein neuestes Buch vorgestellt. Es heißt "Im öffentlichen Raum" und hat Kunstwerke und Denkmäler im Stuttgarter Osten zum Thema. Die dazugehörige Ausstellung läuft in Muse-O noch bis 26. September.

Melanie Axter

GABLENBERG

Es lag nahe aus den Vorarbeiten, den cirka drei bis vier Monate dauernden Recherchen, eine Buchveröffentlichung zu machen. Daraus entstanden ist ein 72 Seiten starkes Nachschlagewerk mit 150 farbigen Bildern und erläuternden Texten.

"Im öffentlichen Raum" ist in allen großen Stuttgarter Buchhandlungen und natürlich in den Buchhandlungen im Stuttgarter Osten zu haben. Das Buch kostet 10 Euro. Pure menschliche Neugierde und die Erkenntnis, dass Kunst im öffentlichen Raum oft nicht beschriftet ist, haben den Historiker und Autor bei seinen Recherchen angetrieben.

Dabei sei ihm zunächst aufgefallen, dass Kunst im öffentlichen Raum im Stadtbezirk recht ungleich verteilt ist. In Gablenberg und Gaisburg gäbe es praktisch keine, im einstigen Arbeiterquartier Ostheim sowie in Berg dagegen eine größere Anzahl von Kunstobjekten. Das Buch gliedert sich allerdings nicht nach Stadtquartieren, sondern nach Themen. Da wären zum einen die Denkmäler, dann die Kriegerdenkmäler, die Sühnekreuze, die Informationstafeln und schließlich die Kunst im öffentlichen Raum. Die Themenblöcke sind jeweils sortiert von Nord nach Süd. Auch für den Historiker Ulrich Gohl, der sich schon lange mit dem Stuttgarter Osten beschäftigt, war manches unbekannt. "Ein Drittel hab ich überhaupt nicht gekannt", meint er. So sei ihm, der täglich am Spielplatz an der Gaishämmerstraße in Gablenberg vorbeimarschiert, nie die bronzene, im Boden eingelassene Schrifttafel dort aufgefallen. Sie erinnert an den Erfinder der Haftpflichtversicherung Carl Gottlob Molt und wurde von der Allianz gestiftet. Ebenso unbemerkt von Ulrich Gohl steht die Figur Christophorus der Bildhauerin Eva Zippel schon seit 1961 an der Ameisenbergschule. Wer hätte außerdem vermutet, dass es sich bei dem "verratzten Betonbär von der Stange" auf dem Spielplatz der Schönbühlsiedlung Ecke Tal-/Klingenstraße um ein Kunstwerk von Lilli Kerzinger-Werth handelt ? Ulrich Gohl bezog seine Informationen auf mannigfaltige Weise. Mal las er in der Stuttgarter Stadtchronik, dann arbeitete er mit einer Liste der Unteren Denkmalschutzbehörde. Manche Information bezog er auch aus dem Standardwerk von Gustav Wais über die Stuttgarter Denkmäler aus dem Jahr 1954. Auch Führungen durch die Stadtquartiere bietet er an. Eine Führung am 11. September stellt die Gaisburger Denkmäler vor. Treffpunkt ist um 14 Uhr bei der Feierhalle auf dem Gaisburger Friedhof. Eine weitere Führung findet am 18. September statt und widmet sich den Denkmälern auf der Uhlandshöhe und in Ostheim. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Sternwarte Uhlandshöhe.


09.09.2010 - aktualisiert: 09.09.2010 07:05 Uhr

 






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