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Kultur findet man nicht nur im Klassik-Radio


An zwei Vormittagen erarbeiteten die Schüler der Klasse 9c mit dem Tübinger Klangkünstler Fried Dähn das Hör-Schau-Spiel mit dem Titel "Schneewittchen bei Landwirt sucht Lebensabschnittsgefährtin". Als Grundlage dient das mit der Lehrerin Catrin Stierle entwickelte Schülerradio an der IKR, das wöchentlich freitags in der großen Pause gesendet wird. Die Handlung des Hörspiels haben die Schüler selbst geschrieben und zusammen mit der Kulturagentin Stefanie Seiz-Kupferer sowie Catrin Stierle ausgearbeitet."Die Teilhabe an Kunst und Kultur soll für die Schüler selbstverständlich werden, das ist das Ziel", erklärt Kulturagentin Stefanie Seiz-Kupferer. "Dabei sollen die kreativen Ideen und Vorschläge stets von den Schülern selbst oder dem Kollegium kommen", erklärt sie. Im Lauf der vier Jahre sollen möglichst alle Klassen einmal an der Reihe sein. Präsentiert werden die Projekte dann stets vor der ganzen Schule. Für die einzelnen Projekte kann im Rahmen des Programms das sogenannte "Kunstgeld" beantragt werden.Die Kulturagentin Stefanie Seiz-Kupferer betreut neben der IKR auch die Ludwig Uhland Schule Leinfelden und der Werkrealschule Bildungszentrum Seefälle in Bonlanden. An jeder teilnehmenden Schule wird außerdem ein Kulturbeauftragter ausgewählt: an der IKR der Kunstlehrer Johannes Henne. "Das Projekt ist eine tolle Chance für die Schulen. Kultur findet nicht nur im Klassik-Radio statt oder auf der Bühne. Sie kann im ganz normalen Schülerleben verankert sein", erklärt er. "Durch Kunst und Kultur kann man sein Leben bereichern." Walter Bauer, Direktor der IKR, betont das Glück der IKR, an dem Modellprogramm teilnehmen zu dürfen. "In Baden-Württemberg sind nur 24 Schulen ausgewählt worden. Wir sind etwas besonderes", sagte Walter Bauer vor der versammelten Schülerschaft. "Wer von euch Lust hat, kann sich in den nächsten Jahren ebenfalls beteiligen. Neu, kreativ und anders sollen die Projekte sein, gerne auch im Mathe- oder Deutsch-Unterricht und nicht nur in Musik oder Kunst", erklärte er. Erdacht ist das Programm von der gemeinnützigen Forum K&B, gefördert wird es von der Stiftung Mercator sowie der Kulturstiftung des Bundes. Mehr Informationen findet man unter www.kulturagenten-programm.de.

Rebecca Stahlberg

25.01.2012 - aktualisiert: 25.01.2012 12:50 Uhr

 






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