Neckartal-Radweg: Die Situation für Radfahrende soll in Untertürkheim im Bereich Lindenschulviertel und in Bad Cannstatt verbessert werden.

 

 

So gut wie autofrei, immer am Fluss entlang und damit ideal für Radtouren, aber auch für Pendler von den oberen Neckarvororten und Bad Cannstatt: Der Neckartal-Radweg, der durch Stadtgebiete der Landeshauptstadt verläuft, stellt eine wichtige Verbindung für den Nahverkehr dar. „Im Zuge des erfreu­lichen und sicher weiter fortschreitenden Anstieg des Radverkehrsaufkommens auf den zentralen Radrouten in der Stadt Stuttgart wird auch der Neckartalradweg im Abschnitt zwischen Bad Cannstatt und Untertürkheim immer stärker frequentiert“, meint auch die Grünen-Fraktion in einem Antrag, der sich mit dem Abschnitt des Neckartal-Radwegs in Untertürkheim widmet. Der letzte Abschnitt vor dem Inselbad stelle einen Engpass für Radfahrende dar, da dort der Weg sehr eng direkt am Daimlerparkhaus, das praktisch in den Neckar hineingebaut ist, geführt werde.

Aufgrund dieser Situation entstünden häufig Stress- und potenzielle Gefahrensituationen zwischen entgegenkommenden Rad­fahrenden und Fußgängern. Daher will man hier Verbesserungen anstreben. Der Bebauungsplan für das Viertel spare bisher die Fläche des Neckartal-Radwegs entlang des Daimlerparkhauses aus. „Da der Radwegbereich vor und hinter dem durch das Parkhaus führenden Abschnitt neu beplant wird, muss auch eine Verbesserung in diesem Bereich angestrebt werden“, heißt es in dem Antrag. Die Verwaltung solle daher im Zuge der Beplanung des Lindenschulviertels in Untertürkheim die im Bebauungsplan ausgesparte Fläche des Neckartalradwegs berücksichtigen und ebenfalls das Gespräch mit der Daimler AG suchen.

In Bad Cannstatt müsse hingegen eine vernünftige Querungsmöglichkeit her, so lautet die Forderung in einem Antrag der CDU- Bezirksbeiratsfraktion vor Kurzem. Im Bereich von der König-Karls-Brücke bis nach Untertürkheim würde es keine adäquate Querung für Radfahrende geben. Auf der linken Seite der Gaisburger Brücke bestünde sogar gar keine Möglichkeit mehr hierzu. Das Gremium befürwortete einstimmig den Antrag, der nun an die Stadtverwaltung entsendet wurde. Weiterhin aktuell: Aufgrund der Errichtung eines Bauwerks in Obertürkheim im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm muss der Radweg auf circa drei Kilometern umgeleitet werden. Die Umleitung führt über die Mettinger, Augsburger und Hafenbahnstraße.

Radfahrer, die die viel befahrene Umleitung vermeiden möchten, können ab Esslingen mit der S-Bahn bis Stuttgart-Bad Cannstatt fahren (die Fahrradmitnahme ist werktags ab 9 Uhr, samstags, sonn- und feiertags ganztägig kostenlos möglich). Mehr Infos finden sich online unter www.neckartalradweg.bw.de.

 

 

Ihre Meinung

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