Mehr Hundekotbeutelspender werden in Bad Cannstatt benötigt – besonders drei Standorte hat der Bezirksbeirat Bad Cannstatt dabei ins Auge gefasst.

 

 

Auf Wegen, unter Bäumen, Parkanlagen, Spiel- sowie Sport- und öffentlichen Plätzen: Hundekot ist nicht nur ein optisches Ärgernis, sondern auch ein gesundheitsgefährdendes Problem. Hundehalterinnen und -halter sind in der Landeshauptstadt Stuttgart dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaften des geliebten Vierbeiners zu besei­tigen.

Rechtlich betrachtet ist eine Verunreinigung durch Hundekot laut der unteren Abfallrechtsbehörde des Amts für Umweltschutz eine Ordnungswidrigkeit nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz auf der Grundlage des Bußgeldkatalogs Umwelt des Landes Baden-Württemberg.

Diese kann mit einer Geldbuße zwischen 75 und 250 Euro geahndet werden. Im Bürgerhaushalt Stuttgart 2021 wurden sogar noch höhere Strafen gefordert; der Vorschlag landete auf Platz 45. In Stuttgart gibt es zahlreiche Tütenspender – aber nicht genug, wie der Bezirksbeirat Bad Cannstatt feststellt.

Dieser forderte vor Kurzem einstimmig mehr Hundekotbeutelspender, nachdem die SPD-Fraktion zu dieser Thematik einen Antrag eingereicht hatte. Drei Standorte habe man besonders im Blick: unter anderem im Kreuzungsbereich Kienbachstraße, Beuthener/Oberschlesische Straße (alternativ entlang der Oberschlesischen Straße) sowie im Bereich der Kleingärten Ruhrstraße oder Kienbachstraße. Aber auch im Kreuzungsbereich Kienbachstraße (parallel Ruhrstraße) wäre ein Spender von Nöten. „An den genannten Grünflächen im Wohngebiet zwischen Deckerstraße, Kienbachstraße und Oberschlesische Straße werden die Hunde gern Gassi geführt. Jedoch werden leider zu oft deren Hinterlassenschaften nicht weggeräumt – was, freundlich gesagt, keine sehr angenehme Wirkung hat“, heißt es in dem Antrag. Offen sei man auch für Alternativstandorte. „Es ist immer mal wieder Thema im Bezirksbeirat, der Handlungsbedarf ist offensichtlich, und nicht nur an den genannten Stellen“, erklärt Marcel Schlatterer von der SPD-Fraktion im Bezirksbeirat Bad Cannstatt.

Leider reiche es nicht, weitere Spender bei der Stadtverwaltung zu fordern. „Es werden Patinnen und Paten benötigt, die diese dann auch regelmäßig kontrollieren beziehungsweise befüllen. Daran scheitert es tatsächlich häufiger als einem lieb ist. Außerdem ist man natürlich auch auf die Bereitschaft der Halterinnen und Halter angewiesen, die Spender auch zu nutzen.“ Aktuell wird erst einmal auf die Rückmeldung der Stadt Stuttgart zu den möglichen Standorten gewartet. Falls diese positiv ausfalle, gehe die Suche nach Interessierten los.

 

 

Hundekotbeutel

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