Beim Bolzplatz in der Galileistraße in Dürrlewang geht es den ganzen Sommer auf einem Pumptrack rund.

 

 

In Stoßzeiten herrscht beim Fahrtraining auf dem Pumptrack in Dürrlewang schon mal Staugefahr. Mit BMX-Rädern, Fahrrädern, Skateboards, Inlinern und Rollern fahren die Mädchen und Jungs in die Wellen und Steilkurven. Noch den ganzen Sommer über steht die frei nutzbare mobile Bahn auf der Wiese beim Bolzplatz in der Galileistraße, und an diesem Mittwoch, 9. September, wird von 17.30 bis 18.30 Uhr wieder kostenloses Training angeboten. Trotz des hohen Verkehrsaufkommens auf dem Pumptrack behält Sören Otto den Überblick. Er ist Trainer beim Radsportverein Vaihingen (RSV). Der RSV betreut das Angebot der Stadt Stuttgart und der Sozialen Stadt Dürrlewang, deren Ziel es ist, die Lebensbedingungen der Menschen in dem Stadtteil zu verbessern. Der erfahrene Übungsleiter achtet darauf, dass maximal fünf, sechs Radler oder Rollerfahrer gleichzeitig auf dem Pumptrack unterwegs sind, und im besten Fall, ganz ohne zu treten, allein durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe Tempo machen können.

Die Ursprünge der Pumptracks liegen in den 1970er bis 1980er Jahren in den USA, zur Zeit des aufkommenden BMX-Sports. Im Jahr 2003 wurden in Aus­tralien die ersten Pumptracks im modernen Sinn angelegt, und zwar von Profi-Downhill-Radfahrern, die sie als Trainingsstrecke nutzten. Medial bekannt wurden sie im Jahre 2005 mit dem Mountainbike-Film „Earthed 2“, in dem der Profi-Downhiller Mick Hannah einen Pumptrack in seinem Garten fuhr. Die Mehrzahl derer, die in Dürrlewang im Kreis fahren, war damals noch gar nicht geboren. Spaß hatten die Nachwuchsfahrer auf dem bis zum Ende des Sommers auf der Wiese aufgebauten Spielplatz mit allem, was Räder hat, trotzdem.

Das Fahrtraining werde sehr gut angenommen, erklärt Sören Otto. Aber auch außerhalb dieser festen Zeiten, wenn jeder fahren kann, wie er will, und sofern es nicht in Strömen regnet, ist auf dem Pumptrack eine Menge los. Ebenfalls was geboten ist am Freitag, 11. September, auf dem Bolzplatz direkt neben dem Pumptrack. Dort wird von 15 bis 18 Uhr Bubble Soccer gespielt, bei dem die Spieler kopfüber in eine Luftblase eintauchen, bis nur noch die Füße herausschauen. Die Spieler müssen dann einen herkömmlichen Ball ins Tor schießen. Weil sich die Bubble-Fußballer mit gezielten Stößen gegenseitig wegstoßen können, sind Ballführung und Torschuss deutlich schwieriger als beim „normalen“ Fußball.

Auch einem Gegenspieler den Ball wegzunehmen, ohne aufeinanderzuprallen und zu fallen, ist nicht leicht. Ebenso schwierig ist das Aufstehen in der mit Luft gefüllten Blase, die einen Durch­messer von 1,50 Meter hat und rund zehn Kilogramm wiegt, weswegen die Kicker mindestens zwölf Jahre alt und 1,60 Meter groß sein sollten. Das Angebot der Sozialen Stadt Dürrlewang ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

 

Anmeldung

Für das Fahrtraining am Mittwoch, 9. September, auf dem Pumptrack in Dürrlewang ist eine Anmeldung unter www.stuttgart-bewegt-sich.de erforderlich. Mehr zum Bubble-Soccer am Freitag, 11. September, gibt es beim Stadtteilmanagement, stm-duerrlewang@weeberpartner.de, 07 11 / 62 00 93 60, und unter www.stuttgart-duerrlewang.de.