Die Treffpunkte Zehntscheuer in Echterdingen und Impuls in Leinfelden sind wieder geöffnet.

 

 

Endlich klingt wieder Lachen durchs Haus, sind Stimmen und Gesprächsfetzen zu hören. Normalität ist noch längst nicht eingekehrt, aber es ist ein kleiner Schritt zurück in den Alltag im Treff Zehntscheuer in Echterdingen. Am vergangenen Mittwoch hat Karin Funk, die Leiterin der Einrichtung in Echterdingen, zum ersten Café-Treff nach der Zwangspause geladen. Unter den Gästen war Andrea Heinze, die für den Treff Impuls in Leinfelden verantwortlich ist, der ebenfalls wieder geöffnet hat. Seit Mitte März waren die Treffpunkte am Neuen Markt 1/1 und in der Maiergasse 8 wegen der Corona-Pandemie geschlossen. „Wir haben mit Rätseln, Geschichten und Bewegungstipps im Amtsblatt Kontakt mit den Besuchern und Ehrenamtlichen gehalten und auch mit unseren Stammgästen telefoniert“, berichtet Karin Funk. Doch all das konnte die persön­lichen Begegnungen natürlich nicht ersetzen.

Mitte Juli waren beide Treffs vorsichtig mit kleinen, geschlossenen Veranstaltungen in die Testphase gestartet. Nun wird das Programm weiter ausgeweitet, wenn auch mit begrenzter Teilnehmerzahl, um die Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können. Ein beträchtlicher Teil des Klientels in beiden Treffs zähle schließlich wegen des Alters zur Risikogruppe, gibt Karin Funk zu bedenken. Das Geschenke-Regal im Café-Treff in der Zehntscheuer, das sonst dem Tausch und der Wiederverwertung von Büchern oder anderen Kleinigkeiten dient, ist noch mit braunem Packpapier verhüllt. Es dürfen maximal 15 Gäste gleichzeitig kommen, eine vorherige Anmeldung ist nötig, und wer sich im Haus bewegt, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Trotz der Einschränkungen sind die Leiterinnen froh, dass die Einrichtungen wieder aufmachen dürfen.

„Wir haben ein umfassendes Hygienekonzept für die Wiedereröffnung vorgelegt“, sagt Karin Funk. Die Gruppenangebote, die über den Stadtseniorenrat organisiert sind, laufen – in eingeschränkter Form – auch wieder. „Es gilt für jeden Raum eine maximale Anzahl von Personen, und es ist hilfreich, wenn jeder in der Gruppe sein eigenes Werkstück hat“, erklärt Karin Funk. Wenn mehrere Gruppen hintereinander den gleichen Raum nutzen, muss er dazwischen desinfiziert und 30 Minuten gelüftet werden. „Den Werkraum in der Zehntscheuer können wir allerdings noch nicht aufmachen, er ist einfach zu klein“, sagt Karin Funk, die hofft, dass der 25. Geburtstag der Ein­richtung in Leinfelden im nächsten Jahr groß gefeiert werden kann.

Im Treff Impuls von An­drea Heinze, der 2018 sein 25-Jahr-Jubiläum begangen hat, sieht es für die Bastler und Handwerker besser aus. „Unser Werkraum ist größer, wir dürfen bis zu sieben Personen reinlassen“, sagt die Leiterin aus Leinfelden. Doch auch im Treff Impuls ist das Leben noch lange nicht wieder in den gewohnten Bahnen. „Das beliebte Volkslieder-Singen mittwochnachmittags, zu dem immer an die 25 Sängerinnen und Sänger kamen, ist seit März verstummt, und keiner weiß, wann bei uns wieder ge­sungen werden kann“, sagt Andrea Heinze mit Bedauern in der Stimme. Auch Gruppen, die gemeinsames Material nutzen, zahlen­mäßig groß sind, Sport treiben, zusammen tanzen oder gemeinsam essen, müssen weiter warten.

 

 

Online

Informationen über das Programm der Stadtteiltreffs gibt es unter www.leinfelden-echterdingen.de/Startseite/Buerger/Treff+Zehntscheuer.de und www.leinfelden-echterdingen.de/Startseite/Buerger/Treff+Impuls.de.