Cornelia Jahnckes Herz schlägt für Triathlon und sie sahnte bereits einige Titel ab.

 

 

Sie holte sich mehrfach den Titel als deutsche Meisterin im Triathlon und ist zweifache Europameisterin über die Kurzdistanz sowie zweifache Weltmeisterin über die Langdistanz. Die Disziplinen: Schwimmen, Radfahren, Laufen. Cornelia Jahncke, die dieses Jahr 65 wird, hätte sich die Titel nie erträumen lassen. „Ich bin durch Zufall zum Triathlon gekommen“, erklärt Cornelia Jahncke, geboren und aufgewachsen in Leinfelden. „Ich habe mit 28 Jahren, das war 1983, mit dem mit Sport aus gesundheitlichen Gründen angefangen. Mein Arzt meinte, ich müsse mich mehr bewegen. Also habe ich zu joggen begonnen.“ Ihr Mann Rüdiger Jahncke habe sich damals „erbarmt“ und mitgemacht, sagt sie und lacht. „Das Joggen klappte gut und mir ging es gesundheitlich viel besser. Eine halbe Stunde im Wald, der unweit von unserem Zuhause in Echterdingen entfernt ist, und ich war wie ausgewechselt.“ Aufmerksam wurde sie eines Tages auf den Lauftreff des TV Echterdingen 1892 e.V. (TVE): „Ich dachte, es wäre schön, innerhalb einer Gruppe zu laufen. Ich fühlte mich sofort wohl – und meinen Mann überredete ich auch hier wieder mitzukommen“, so die gelernte Krankenpflegerin, Masseurin und medizinische Bademeisterin.

Zwei Jahre später traute sie sich am Jedermann-Triathlon teilzunehmen. „Mit Brustschwimmen kannte ich mich zwar nicht besonders aus, Radfahren klappte gut und im Laufen war ich sehr geübt, also dachte ich mir ‚Warum eigentlich nicht?‘“. Durch dieses Erlebnis hat sie sich vollständig der Sportart verschrieben. „Es war anfangs seltsam, mit so vielen Menschen gemeinsam zu starten. Doch je öfter ich an Wettbewerben teilnahm, desto sicherer wurde ich und ich sah stetige Verbesserungen, was mich sehr motivierte. Ich hatte auch das Glück, dass ich den Sport neben der Erziehung meiner Tochter ausüben konnte.“ Die Leidenschaft ging so weit, dass ihr Ehemann es gemeinsam mit zwei Freunden 1989 schaffte, innerhalb des TVE Triathlon einzuführen. Im Jahr 1991 holt sie sich erstmals den Titel als deutsche Meisterin über die Kurzdistanz – das bedeutet 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. „Ein unbeschreibliches Gefühl, weil ich auch so hart dafür trainiert habe.“

1995 wurde dann ein eigener Verein für Triathlon, Duathlon und Ausdauersport mit dem Namen Tria Echterdingen gegründet. Wettkämpfe trat sie über den Verein mit einer „sehr guten“ Damenmannschaft in der Landes- und Bundesliga an. Mehrere deutsche Meisterschaften folgten. Den Europameister-Titel über die Kurzdistanz holte sie sich 1996 erstmals in der Altersklasse 40. Weltmeisterin wurde sie 1997 in Nizza über die Langdistanz in derselben Altersklasse. Ein Highlight: die Teilnahme am Iron Man auf Hawaii 2006. Gemeinsam mit ihrer Tochter flog sie dorthin. Rechts und links von der Lavanlandschaft umgeben schaffte sie den Triathlon innerhalb von 13 Stunden. „Es war unvergesslich und ich habe mein Bestes gegeben.“ Das Ende ihrer Karriere besiegelte sie dort, wo vor 30 Jahren alles angefangen hatte: Beim Jedermann-Triathlon in Welzheim 2015. Dort holte sie sich den Sieg „außer Konkurrenz“. „30 Jahre Triathlon – das reicht“, sagt sie lachend.

 

 

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Cornelia Jahncke wurde 1955 in Leinfelden geboren. Mit Triathlon hat sie im Jahr 1985 angefangen. Nach dem Erreichen mehrerer hochrangiger Titel beendete sie ihre Karriere 2015. Ihr Ehemann Rüdiger Jahncke ist Mitbegründer des Vereins Tria Echterdingen in Leinfelden-Echterdingen. Vereinsvorstand ist Uli Fabricius. Mehr Infos finden sich im Internet unter www.triaechterdingen.de.