Auch im Corona-Jahr schmückt sich Leinfelden-Echterdingen weihnachtlich und beschenkt Kinder. 300 bis 400 Wünsche von Kindern werden erfüllt.

 

 

Mit roten Wangen und leuchtenden Augen haben die Kleinen ihr Werk vollendet. Die grünen Tannen auf dem Zeppelinplatz in Echterdingen erstrahlen seit vergangener Woche in weihnachtlichem Glanz. Die Mädchen und Jungen des Goldwiesen-Kinderhauses haben sie mit selbst gebasteltem Schmuck in Christbäume verwandelt. Auch wenn im Corona-Jahr vieles anders ist als sonst, präsentiert sich die Stadt auf der Filderebene festlich im Advent. Zipfelmützen und Äpfel aus Moosgummi, Glöckchen aus kleinen, bunt bemalten Tontöpfen, Eissterne, die aus Heißkleber geformt wurden, oder Engel aus Tannenzapfen: Fünf Bäume in Echterdingen haben die Kinder vom Kinderhaus geschmückt, für die neun, die am Neuen Markt im Stadtteil Leinfelden stehen, waren Mädchen und Jungen vom Schlossberg-Kindergarten Musberg, Regenbogen-Kindergarten und von der Schulkind- Betreuung Ludwig-Uhland-Schule im Einsatz. Die Weihnachtszeit hat begonnen, und sie soll auch ohne Weihnachtsmärkte eine besondere werden.

Der „lebendige Advents­kalender“ des Stadtseniorenrats und des Amts für soziale Dienste wird Lichter und Weihnachtsglanz in Leinfelden verbreiten. Vom 1. bis zum 23. Dezember wird täglich um 18 Uhr an einem anderen Fenster im Quartier Leinfelden Mitte/Nordwest ein „Türchen“ geöffnet, das erste ging am Dienstag am Rathaus Leinfelden auf. Seit zehn Jahren ist die Aktion „Wunschsterne“ für leuchtende Kinderaugen an Heiligabend verantwortlich. Das Projekt von Bürgerstiftung und Kreissparkasse, das vom Amt für soziale Dienste unterstützt wird, kümmert sich darum, dass auch bei finanziell nicht so gut gestellten Familien Geschenke unterm Christbaum liegen. Erfüllt werden die Kinderwünsche von Bürgern und Unternehmen, die sich einen „Wunschstern“ von einem der Weihnachtsbäume pflücken, die bis zum 11. Dezember in den Filialen der Kreissparkasse in Echterdingen, Leinfelden, Musberg und Stetten aufgestellt sind.

Auf die Wunschsterne, die vom Bastelkreis der Zehntscheuer angefertigt wurden, haben die Kinder einen Wunsch im Wert von bis zu 40 Euro geschrieben. „Die Aktion soll auch zeigen, dass die Bevölkerung in unserer Stadt diese Familien in ihre Gemeinschaft einschließt und so einen Beitrag zur Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft leistet“, sagt Edelbert Vees, der Vorsitzende des Stiftungsvorstands der Bürgerstiftung. So werden alle Jahre wieder 300 bis 400 Kinderwünsche erfüllt. „Wichtig ist, dass der nummerierte Stern aufs Geschenk geklebt wird, damit wir es zuordnen können“, sagt Amtsleiter Peter Löwy. „Kein Kinderwunsch bleibt unerfüllt“, verspricht Edelbert Vees und betont, dass die Aktion weiter fortgeführt werden sollte. Das möchte auch Oberbürgermeister Roland Klenk und dankte der Bürgerstiftung, „dass Sie mit den Mitarbeitern vom Amt für soziale Dienste erneut etwas so Schönes auf die Beine gestellt haben“.

 

 

Abgabe und Abholung

Die weihnachtlichen Gaben können beim Amt für soziale Dienste am Neuen Markt in Leinfelden oder in den KSK-Filialen abgegeben werden. Vom 21. bis 23. Dezember dürfen die Geschenke dann im Treff Impuls abgeholt werden. Kommt kein Geschenk  zurück, springt die Bürger­stiftung ein.