Seit zehn Jahren steht die Gruppe Integration LE für ein besseres Klima in Leinfelden-Echterdingen.

 

 

Das neueste Werk ist 311 Seiten dick und – ungeachtet des Titels – ziemlich gewichtig. „Umweltschutz – ganz leicht. Tipps in Leichter Sprache“ heißt das Werk von Stephanie Freundner-Hagestedt und dem Team von Integration LE, einer Gruppe Ehrenamtlicher mit und ohne Migrationshintergrund, die sich seit zehn Jahren für ein bürgerschaftliches Miteinander und gutes Klima in Leinfelden-Echterdingen engagiert. Zum Jubiläum, das im Rahmen der Interkul­turellen Woche mit einem kleinen Festakt in der Zehntscheuer gefeiert wurde, gratulierte Oberbürgermeister Roland Klenk. Als Dankeschön bekam er von Stephanie Freundner-Hagestedt den umfangreichen Katalog mit Umwelttipps in leicht verständlicher Sprache überreicht.

Ziel von Integration LE, das eng mit der städtischen Kontaktstelle für Integration zusammenarbeitet, ist es, Mitmenschen zu unterstützen. „Wir haben alle viel Freude bei dieser Arbeit“, sagte Stephanie Freundner-Hagestedt. Die Zukunft sei ihnen wichtig, und die größte Aufgabe aller Menschen sei der Umweltschutz, erklärte die Biologin. Das Haushaltsbuch wurde deshalb in Leichter Sprache geschrieben, und schwierige Wörter werden erklärt. „Leichte Sprache können fast alle verstehen, und das muss bei so einem wichtigen Thema wie dem Umweltschutz sein“, so Stephanie Freundner-Hagestedt. Für alle Lebensbereiche – vom Haushalt über Körperpflege und Kleidung bis zu Freizeit, Wohnen oder Mobilität – hat das Team von Integration LE umweltbewusste Tipps zusammengestellt. Der Oberbürgermeister war nicht nur vom neuen Machwerk beeindruckt.

„Dank Integration LE ist in den vergangenen zehn Jahren vieles angestoßen worden“, erklärte Roland Klenk und lobte „die Geburtshelferinnen“ Stephanie Freundner-Hagestedt, Christine Mayer-Eming und Mokule Baskale. Von den rund 41 000 Bürgerinnen und Bürgern Leinfelden-Echterdingens besäßen fast 20 Prozent einen ausländischen Pass. „Insgesamt leben hier 128 Nationen. Das ist eine kleine UN-Versammlung in unserer Stadt, und unsere Aufgabe ist es, den Menschen eine Heimat zu geben, ohne sie zu entwurzeln.“ Dafür seien viel Toleranz, Verständnis und Kommunikation notwendig, erklärte der OB.

„Eine Stadt kann das allein nicht leisten, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Es bedarf unabdingbar des privaten Engagements.“ Klenk erinnerte an Aktionen wie „Komm und lern uns kennen“, einem Treffpunkt, den Integration LE sechs Jahre lang, bis 2016, für geflüchtete Frauen anbot. „So viel ich weiß, läuft das im privaten Kreis bis heute weiter“, sagte der Oberbürgermeister. Seit 2016 organisiere Integration LE, das auch schon einige Male mit dem Ehrenamtspreis bedacht wurde, in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei einmal in der Woche eine Vorlesestunde für Kinder. „Wir brauchen Sie einfach“, sagte OB Klenk.

 

 

Online

Die Umweltschutztipps in Leichter Sprache gibt es online unter www.umweltschutz-ganz-leicht.de.