Während der Amateursport ruht, wird im Sportpark Goldäcker in Echterdingen ein Kunstrasenplatz eingeweiht.

 

 

Oberbürgermeister Roland Klenk hätte zu dem Anlass am liebsten ganz viele fröhliche Kinder um sich gehabt. Doch die geltende Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg – mit dem Verbot des Amateursports bis Ende November – hat einen Pulk von jubelnden Nachwuchsfußballern nicht zugelassen. Also hat Leinfelden-Echterdingens Stadtoberhaupt in Abwesenheit der späteren Nutzer aber immerhin zusammen mit Vereinsvertretern den neuen, 331 000 Euro teuren Kunstrasenplatz im Sportpark Goldäcker in Echterdingen mit einem Elfmeter eingeweiht. Vor etwa elf Jahren ist der Sportpark entstanden, der überwiegend vom TV Echterdingen genutzt wird, aber auch von den Spielern von Calcio Leinfelden-Echterdingen sowie von Schulen.

Der TVE, der 2017 sein 125-Jahr-Jubiläum feierte, ist mit seinen rund 2200 Mitgliedern in elf Abteilungen einer der größten Vereine der Stadt und bietet vom Breitensport bis Leistungssport. In den Goldäckern gibt es eine Sporthalle, ein Lehrschwimmbecken, ein großes Vereinsheim mit Restaurant, ein Rasenplatz mit einer Tribüne für rund 400 Zuschauer und nun insgesamt drei Kunstrasenplätze. Der in der vergangenen Woche eingeweihte und binnen drei Monaten angelegte Untergrund für Ballspiele war bereits in den ersten Planungen für den mit 19 Millionen Euro Gesamtkosten gebauten und nicht unumstrittenen Sportpark enthalten. Doch der Stadt sei es lange nicht gelungen, das Grundstück, das in Privatbesitz war, zu erwerben, erklärte Oberbürgermeister Klenk. „Vor gut drei Jahren gab es beim Eigentümer dann doch noch einen Sinneswandel, und er hat an uns verkauft.“

Jetzt hat der TV Echterdingen einen weiteren Trainingsplatz mit Kunstrasen zur Verfügung, von dem laut Fußball-Abteilungsleiter Phillip Wunsch vor allem die Jugendkicker profitieren werden, von denen die TV-Fußballabteilung rund 300 hat. Gerade im Winter, wenn der Rasenplatz nicht bespielt werden kann, ist der wetterfeste Untergrund gefragt. Der neue Platz ist 41 Meter breit und 39 Meter lang, das Spielfeld misst 25 auf 35 Meter und ist damit zu klein für den regulären Spielbetrieb, aber ausreichend groß für intensive Übungseinheiten. Als Belag für die insgesamt 1600 Quadratmeter wurde ein sandverfüllter Kunstrasen mit einer darunter liegenden Dämpfungsschicht gewählt. Der Boden kommt also ohne das in Verruf geratene Gummigranulat aus, weil die Plastikteilchen bei Regen vom Platz geschwemmt werden, über die Kanalisation in den Wasserkreislauf und über Fische und andere Meerestiere in den Nahrungskreislauf des Menschen gelangen. Den betroffenen Plätzen könnte ab 2022 sogar die Schließung drohen, weil die Europäische Union ein Verbot von Mi­kroplastik plant.

Der Sportpark Goldäcker in Echterdingen ist auch mit dem neuen unbedenklichen Kunstrasenplatz noch nicht ganz fertig. In der Nähe von Eingangsbereich und Stadion soll in den nächsten Monaten ein Vielzweckgebäude entstehen mit Umkleide, Schiedsrichterkabine, Jugendraum und Stadionbewirtschaftung. Das Baugesuch dafür laufe bereits, erklärte Abteilungsleiter Wunsch. „Der Spatenstich soll voraussichtlich im Januar sein und Ende des Jahres soll alles fertig sein.“

 

 

In Kürze zum neuen Bolzplatz

Der Verein wird den neuen Platz nach Worten von Fußball-Abteilungsleiter Phillip Wunsch vor allem als Trainingsmöglichkeit für die Jugend nutzen – und auch im Winter, wenn der Rasenplatz nicht bespielt werden kann. Der neue Platz ist 41 Meter breit und 39 Meter lang, das Spielfeld hat die Maße 25 x 35 Meter. Als Belag wurde ein sandverfüllter Kunstrasen ohne Gummigranulat mit einer darunter liegenden Dämpfungsschicht verlegt. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 331 000 Euro.