Spatenstich in den Schelmenäckern: Baustart für Kindertagesstätte und Jugendzentrum im Neubaugebiet in Leinfelden.

 

 

Die Ehrengäste haben ihre Spaten mit Wucht in den Boden in den Schelmenäckern gerammt und kleine Erdbrocken in die Luft geworfen. Leinfelden-Echterdingens Oberbürgermeister Roland Klenk, die Erste Bürgermeisterin Eva Noller, Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell und Stadträte, Architekt Frank Heinz sowie weitere an Bau und Betrieb der Einrichtungen Beteiligte haben souverän den ersten Spatenstich bewältigt. Die großen Erdbewegungen übernehmen die Bagger. Greifen die Gewerke nach Plan ineinander, wird der Rohbau des Gebäudekomplexes mit Kindertagesstätte und Jugendzentrum im April nächsten Jahres fertig sein, der Innenausbau im März 2022. „Der Bau der Kindertagesstätte und des Jugendhauses ist eine finanzielle Kraftanstrengung für die Stadt“, erklärte der Oberbürgermeister. Rund 12,6 Millionen Euro kostet die Stadt der Ausbau der Infrastruktur für Kinder und Jugendliche. Den Löwenanteil verschlingt die Kita mit 8,9 Millionen Euro, das Jugendzentrum schlägt mit 3,7 Millionen Euro zu Buche.

„Erfreulich ist, dass wir vom Bund einen Zuschuss von etwa zwei Millionen Euro für die Kinderbetreuung bekommen“, sagte Roland Klenk. Die Planungen für den teils ein-, teils zweistöckigen Neubau zwischen Stadtbahngleisen und Max-Lang-Straße hatten im Januar 2019 begonnen. Ein halbes Jahr später fällte der Gemeinderat den Baubeschluss. Die beiden Baukörper, die mit einem Dach verbunden werden, sind nach Worten des Architekten Frank Heinz „Einrichtungen mit eigener Identität am Kopf des urbanen Gebiets und an einer zen­tralen Stelle in der Stadt“. In der Kindertagesstätte, die von den Johannitern betrieben wird, werden acht Kindergartengruppen eine Heimat finden und neben Gruppenräumen einen Mehrzweckraum und zwei Essräume zur Verfügung haben.

Das Jugendzentrum bekommt einen Veranstaltungsraum und einen Café-Bereich, außerdem Proberäume. Ein von den Stadtwerken betrie­benes Blockheizkraftwerk wird Strom erzeugen und das Gebäude und die noch zu bauenden Wohnungen im Viertel mit Wärme versorgen. Die Jugendgemeinderäte Nikita Baudoux, Marco Diepold und Lukas Niechziol waren in die Detail­planung des neuen Jugendzentrums involviert. „Wir wollten, dass die Freitreppe kleiner wird, damit der Außenbereich für das Café größer ist, und das haben wir erreicht“, berichtete Lukas Niechziol. Jetzt ist das Innere genau so, wie es sich die Jugendlichen wünschen.

 

 

Fertigstellung

Während die Freianlagen für die Kindertagesstätte im Mai 2022, also kurz nach Bauende, zur Verfügung stehen sollen, werden die Außenbereiche des Jugendzentrums wohl erst im Dezember 2023 fertig sein.