Was wie ein schlechter Kinofilm klingt, ist in diesem August Realität. Egal wo du dich mit Freunden triffst, egal was du trinkst oder isst: Sie sind da. Erst eine, die dann ihren Kumpel holt, der wiederum acht Schwestern hat, die dann noch ihre Lover mitbringen – dann geht’s rund. Sie fliegen dich im Gesicht an und haben von Mindestabstand noch nie was gehört. Sie beschlagnahmen deine Apfelschorle, indem sie darin die Badesaison eröffnen, und machen sich über deine „Rote“ her. Du gewinnst einen Karate-Wettbewerb, obwohl du eigentlich nur verzweifelt versuchst, den stechenden Viechern das Landen auf deinen Beinen, Armen oder dem Gesicht zu verweigern.

Auf einer Grillparty in Tübingen sind neulich viele Eltern gestochen worden. Meine Frau in den Oberschenkel, ein Nachbar in den Rücken, ein anderer ins Bein, eine Mama unter dem Rock und ich war der Glückliche, der in den Mittelfinger gestochen wurde. Der war am nächsten Tag so dick wie eine Salami. Ich dachte, ich wäre jetzt immun gegen diese Viecher, weil sie mich jetzt „erstochen“ haben – Pustekuchen! Auf der Tour mit meinem Mountainbike kam ich gerade bei der Eselsmühle an, saß nur eine Sekunde am Tisch und erfreute mich an dem Gartenlokal, als mich „Wilma, die wütende Wespe“, in den Unterarm stach. Jetzt sitze ich hier und mein linker Arm sieht aus wie der von Popeye! Was hilft, ist Kühlen, eine Zwiebel oder Essigumschläge. Was allerdings noch nie bei mir gewirkt hat, ist ruhig bleiben. Solltet Ihr also in einem Biergarten oder See einen Karatekämpfer im Einsatz sehen, dann bin ich das – auf der Flucht vor Wespen.

Bleibt wachsam!

Euer Ostermann