„Ich habe drei Kinder zuhause!“ – diesen Satz sagt meine Frau des Öfteren zu unseren zwei Kids, während sie mich dabei so speziell anschaut. Sie hat Recht! Ich benehme mich oft nicht meinem Alter entsprechend. Aber wie auch? Ich war ja noch nie so alt. Woher soll ich auch wissen, wie das geht? Auf der anderen Seite bin ich froh darüber. Ich sehe oft Dinge, wie sie meine Kinder sehen. Das ist mir erst kürzlich aufgefallen, als wir über einen mit Blättern bedeckten Weg gelaufen sind. Ich blieb stehen und bewunderte diese Vielfalt an unterschiedlichen Blätterformen und Farben. Ich nahm einige in die Hand und bestaunte sie.

Für die meisten sind das stinknormale Blätter, für mich ein absolutes Wunder, über das man sonst einfach nur drüber latscht. Nehmt Euch mal die Zeit und schaut Euch unsere Natur genauer an. Die Kastanien, Eicheln, Bucheckern oder die tollen gelben Rapsfelder, die teilweise blühen. Nein, ich habe keine bewusstseinsveränderten Mittel eingenommen, ich finde das einfach unglaublich. Genau das macht das Leben aus! Sich in diesen Zeiten, in denen vieles schwer und unerträglich erscheint, einfach an den schönen Dingen erfreuen. Die Welt mit Kinderaugen sehen – das macht einiges erträglicher. Es gibt an jeder Ecke etwas Erstaunliches zu sehen.

Allerdings muss ich Euch auch warnen: Nicht alles, was Ihr in einem Laubhaufen findet, wird Euch begeistern…vor allem nicht, wenn Euer Nachbar vorher mit Waldi dort spazieren war.

Schöne Entdeckungsreise,

Euer Ostermann