Ich denke, Petrus ist ein Grill-Fan. Er hat uns in den letzten Wochen immer wieder Sonne geschenkt und so konnten wir uns grilltechnisch austoben. Letztes Wochenende hatte ich mit meiner Familie gegrillt und ordentlich Ärger bekommen. Dabei hatte ich mir wirklich sehr viel Mühe gegeben. Erst hatte ich die Kohle in den Grill eingefüllt und mit Zeitung und Grillanzünder dafür gesorgt, dass eine fantastische Glut entsteht.

Als der Grill auf ungefähr 300 Grad hochgepowert war und ich kurz davorstand, die rote Wurst und die marinierten Nackensteaks über die lodernde Glut zu legen, schrie mich meine Frau wild gestikulierend an. Zuerst hatte ich die ganze Aufregung überhaupt nicht verstanden, dann erklärte sie mir, dass wir einen Gasgrill haben. Das war ein ordentliches Spektakel für die Kinder, als die freiwillige Feuerwehr mit ihren Feuerwehrautos anrückte, um die Gasflasche runter zu kühlen. Die Rote schmeckte trotzdem, obwohl ich sie dann in der Pfanne anbraten musste. Wir hatten dann noch einen wirklich schönen Abend mit den Jungs von der Feuerwehr.

Meine Frau war von der Aktion nicht so begeistert, die Kinder schon. Sie durften nämlich eine Runde im Feuerwehrauto mitfahren. Eigentlich hätte meine Frau schon bei unserem Kennenlernen wissen müssen, worauf sie sich einlässt. In der Suchanzeige damals hatte ich nämlich geschrieben: „Mann mit Grill sucht Frau mit Kohle.“ Also wenn ihr jemanden sucht, der euch beim Grillen hilft, dann wisst ihr ja, wo ihr den Grill-Instructor findet.

Euer Ostermann