Es sind Sommerferien in Baden-Württemberg, und ich kann nicht ans Meer. Also zumindest nicht in Badehose. Das sollte ich momentan wirklich niemandem zumuten. Leider bin auch ich ein Opfer der Corona-Pandemie-Pfunde geworden. Ja, ich weiß, damit bin ich nicht allein.

Ich weiß auch, dass ich mit dem Ring um meine Hüfte einen tollen Rettungsschwimmer abgeben würde. Aber so was suchen sie an der Nordsee wohl leider nicht. Durch das ständige zu Hause sitzen und das damit verbundene Bewegungsdefizit steht bei meiner Waage nun eine neun anstatt einer acht vorn.

Jetzt gibt es also zwei Möglichkeiten: Ent­weder ich mache Urlaub in den Bergen, da ist man oft relativ einsam unterwegs, oder ich fahre doch ans Meer und gehe nur nachts an den Strand. Da hat man alle Strandkörbe für sich allein, kann in Ruhe Beachvolleyball spielen und wird nicht ständig von Möwen angeflogen, wenn man versucht, in sein Backfischbrötchen zu beißen. Allerdings sieht man da relativ schlecht, ob Ebbe oder Flut ist, und auch meine Familie wäre von dieser Idee nicht  begeistert.

Des Weiteren wären wohl auch die Seehunde sicherlich sehr verwundert, wenn sie sehen, dass sich eine Seekuh in ihre Gefilde verschwommen hat. Für Sport oder hartes Bikinifigur-Training ist es jetzt leider zu spät. Also akzeptiere ich mich jetzt einfach so, wie ich bin. 
Euch wünsche ich tolle, erholsame und glückliche Ferien. Denkt daran: Wenn eure Kinder an der Nordsee glücklich auf einer Hüpfburg springen, könnte ich das sein,    
 Euer Ostermann