Diesen Satz habe ich in den letzten Wochen von einigen Nachbarn, Freunden und auch Kollegen gehört. Oft im Spaß, manchmal aber auch mit einem komischen Blick dabei. Das ist ja ein Phänomen mit dem Trennen. Beim Kennenlernen kann man keine Sekunde ohne einander und fällt mehrfach am Tag übereinander her. Wenn man dann ein paar Jahre zusammen ist, reicht auch schon schlechtes Essen, um sich zu trennen. Deshalb heißt es wohl auch Trennkost. Ich glaube, Männer und Frauen kriegen oftmals richtige Probleme, sobald ein Kind auf die Welt kommt. Da ist man plötzlich nicht mehr die Nummer 1 und durch wenig Schlaf oft auch gereizt und es passiert was ganz Entscheidendes.

Frauen werden direkt nach der Geburt noch erwachsener, wir Männer bleiben dieselben Dubbel. Deswegen sagt meine Frau auch ganz oft, dass sie eigentlich drei Kinder hat – obwohl ich nur eine Tochter und einen Sohn an meiner Seite habe. Ich gebe zu, auch ich habe schon viele Trennungen hinter mir, das ist nicht schön, für keinen von Beiden. Mittlerweile bin ich aber elf Jahre verheiratet und denke weiter. Wenn in der Beziehung mal Wolken aufziehen, erinnere ich mich einfach genau an die Zeit, in der alles anfing. Ich schaue mir ein Album von damals an, als wir zum Beispiel auf Kos mit dem Quad zu dem Fischrestaurant am Strand gefahren sind und weiß wieder sofort, warum ich diese Frau so liebe. Warum sie es so lange mit mir aushält, ist mir dahingegen bis heute ein Rätsel. Ich wünsche Euch eine wolkenlose Zeit!

Euer Ostermann