Es war die Idee meiner Frau. Sie wollte es gern länger, um das Ganze mal richtig intensiv auszu­probieren. So haben wir es also getan und uns ein Wohnmobil für zwei Wochen gemietet. Ich hatte mich gefragt, wie das wohl wäre, mit der ganzen Familie 14 Tage auf 17 Quadratmetern zu leben.

Man hat ja auch nur 100 Liter Frischwasser dabei, die sollten gut eingeteilt werden. 100 Liter zum Duschen, Kochen, Abwaschen, und auch die Klospülung wird damit gespeist. Manche sagen ja, dass Camping der Zustand ist, in dem man seine eigene Verwahrlosung als Urlaub empfindet. So ist es aber zum Glück nicht ganz. Es ist toll. Denn man bekommt einen ganz neuen Bezug zu dem, was man an Wasser verbraucht und wie viel Raum man wirklich zum Leben benötigt. Wir hatten ja auch noch unseren kleinen Hund dabei, dem es übrigens genauso gut wie unseren Kindern gefallen hat.

Es war wirklich spannend, jeden Abend irgendwo anders in Deutschland zu stehen, sein Essen auf kleinen Gaskochern zuzubereiten und feuchte Klamotten über dem Außenspiegel zu trocknen. Wir sind knapp 3000 Kilometer unterwegs gewesen – und das sogar klimaneutral. Der Vermieter kompensiert nämlich alle verursachten CO2-Emissionen mit „myclimate.de“. Das kann übrigens jeder von uns auch. Ich habe auf dieser Seite ausgerechnet, was ich allein durch meinen Weg zur Arbeit an Dreck in die Luft schleudere. Das zu kompensieren macht nicht nur Sinn, sondern gibt auch ein gutes Gefühl. Vor allem, wenn ich an meine Kinder denke. In diesem Sinne, bleibt sauber,

Euer Ostermann