Das Coronavirus hat nicht nur unseren Kids die Schule weggenommen, sondern auch uns Erwachsenen den Job und das Zuhause. Unser „Castle“ ist zum „Office“ geworden. Normalerweise sind wir immer nach Hause gefahren, um dort von der Arbeit abzuschalten. Wir haben den Stress vor der Haustür abgeschüttelt und uns auf die Familie und vielleicht das Feierabendbier gefreut. Jetzt gibt es keinen Feierabend mehr, weil unser Büro jetzt eben zu Hause ist. Wie sollen wir jetzt Energie auftanken, wenn wir quasi immer erreichbar sind?!

Wenn man sich früher Ar­beit mit nach Hause genommen hat, dann in Form von Büromaterial oder wie mein Chef die Sekretärin – Spaß beiseite. Ich glaube, die Kinder leiden unter der Situation, wenn Mama und/oder Papa jetzt zu Hause genervt im „Büro“ sitzen und nebenbei auch noch Homeschooling machen müssen. Auch die Arbeit leidet darunter, wenn man die Kinder permanent in Mathe oder Deutsch unterstützen muss, während der Chef auf die nächste Online-Präsentation wartet. Hier bei Hitradio antenne 1 sind knapp 80 Prozent der Belegschaft im Home­office.

Einige Kolleg*innen sind dann recht froh, wenn sie auch mal ins Büro dürfen. Bei der Arbeit hat man eben doch mehr Ruhe als zu Hause. Ich denke, das wird ein positiver Nebeneffekt des Coronavirus sein. Nach der Pandemie werden viel mehr Menschen lieber zur Arbeit gehen als davor. Ich glaube, wir werden uns alle freuen, wenn wir unser Zuhause als Entspannungsort zurückbekommen.

Alles wird gut, irgendwann. Bleibt gesund!

Euer Ostermann