Kennt ihr dieses Gefühl? Ihr sitzt beim Friseur und wollt die Haare nur ein bisschen kürzer. Während des Schnittes blättert ihr in der kostenlosen Zeitschrift und schlürft den kostenlosen Kaffee. Zwischendurch schaut ihr hoch - dann der Schock.

Zu kurz! Viel zu kurz! Ihr weist darauf hin, dass die Länge so jetzt in Ordnung sei. Innerlich fangt ihr aber an zu schwitzen und denkt darüber nach, wie ihr ungesehen nach Hause kommt. Am liebsten würdet ihr euch krankschreiben lassen, um am nächsten Tag nicht zum Gespött der Kollegen zu werden. Auswandern wäre ebenfalls eine Option.

Ja, Haare sind für uns Menschen wichtiger als wir zugeben wollen. Ich zum Beispiel bin die letzten eineinhalb Jahre wegen Corona mit einem Zopf rumgelaufen. Das fand ich sehr praktisch, da ich morgens im Bad viel weniger Zeit brauchte. Wenn man dadurch 15 Minuten länger schlafen kann, ist das um kurz nach zwei Uhr Nachts auch wirklich ein Segen.

Der erste Kommentar zum Zopf kam damals von einer Kollegin. Die sagte im Vorbeigehen: „Ach Du Schreck, das sieht aber hässlich aus!“ Ich habe diese Frisur dennoch weiter mit Stolz getragen und mich erst jetzt wieder für kurze Haare entschieden.

Warum aber spielen bei uns Menschen äußere Dinge so eine große Rolle? Kleidung oder Frisuren ändern doch nichts an der Person, die damit rumläuft. Das macht nur derjenige, der andere bewertet. Fühlt euch wohl in eurer Haut, egal wie ihr rumlauft oder ausseht. I

ch wünsche euch ein glückliches und zufriedenes Wochenende!
Euer Ostermann