Während einige Männer es als notwendiges Übel ansehen, sich täglich eine frische Unterhose und ein neues Paar Socken anzuziehen, haben es Frauen wirklich schwer. Eine Kollegin erzählte mir neulich, was sie vor der Arbeit alles an sich „richtet“. Sie macht sich Primer drauf, um die Poren zu verfeinern, dann die Make-Up-Grundierung, einen Concealer gegen Augenringe, Puder, Contouring, Lidschatten, Wimperntusche, Highlighter, Rouge, Lippenstift, Augenbrauenstift, Lipliner, Haarschaum, Haarpuder, Anti-Faltencreme, kühlende Augen-Pads und natürlich Setting-Spray, damit das Make-Up auch den ganzen Tag hält. Ist das krass – Ihr Frauen habt ja schon einen Job VOR dem Job.

Meine Kollegin kam allerdings einmal ohne Schminke zur Arbeit und fühlte sich richtig nackt. Sie sagte: „Das ist wie ein Seelen-Striptease“. Und wisst Ihr, wie sie aussah? Toll! Sie sah für mich ganz genauso gut aus wie sonst auch. Also, warum aufbrezeln? Wären wir auf einer einsamen Insel, würde sich wahrscheinlich niemand die Mühe machen, sich eine Stunde zu sanieren. Jede Frau sagt allerdings, dass sie es für sich mache und nicht für andere. Das soll ja auch wirklich jeder für sich entscheiden. Aber, ich möchte Euch sagen, wie es ist: Ihr seid schön, so wie Ihr seid. Mit Cellulite, Narben, viel oder wenig Gewicht, Schwangerschaftsstreifen oder Sommersprossen! Spart Euch die Zeit. Das sind fast 22 000 Stunden im Leben! Die könntet Ihr beim Shoppen doch viel besser nutzen.

„SCHÖNE“ Grüße,

Euer Ostermann