Alle Jahre wieder. Mit Start der Weihnachtszeit fängt die Waage wieder an, falsche Zahlen zu liefern. Da isst du einen Weihnachtskeks, und auf einmal wiegst du zwei Kilo mehr. Nach den Feiertagen sind es noch mal drei Kilo mehr.

Aus Verzweiflung geht man dann joggen. Wenn danach die Seismologen fragen, ob es Überlebende gibt, wisst ihr, jetzt wird es wirklich Zeit, etwas zu tun.
Um all diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, macht es wie meine Frau. Die kauft mir Klamotten immer extra eine Nummer zu klein. Da ich zu faul bin, die wieder umzutauschen, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens, ich esse ganz normal weiter. Das ist gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit und an den Weihnachtsfeiertagen total lecker, sorgt aber dafür, dass sich die Klamotten schnell wie ein Neoprenanzug anfühlen. Zweitens, ich reiße mich zusammen, passe in die neuen Klamotten und habe nach den Feiertagen kein schlechtes Gewissen.
Das bedeutet aber, in der schönsten Zeit des Jahres, mit dem leckersten Essen des Jahres, auf das Beste verzichten zu müssen. So stark bin ich zwar nicht, dar­auf läuft es aber wohl hin­aus.

Solltet ihr, warum auch immer, dennoch an Gewicht zulegen, habt ihr ja noch ein halbes Jahr Zeit, bis die Sommerfigur wieder ruft. Jetzt genießt aber erst mal die besonderen Tage und Wochen.

Lasst uns das feiern, worum es bei diesem Fest geht: um die Geburt von Jesus.
Ich wünsche euch eine friedliche, besinnliche und vor allem gesunde Vorweihnachtszeit.

Euer Ostermann