Wird Baden-Württemberg eventuell zum Atommüll-Endlager? Auch hier bei uns, im schönsten Bundesland der Welt, gibt es Ecken, die dafür infrage kommen könnten. Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, bei denen es um Gesteins-, Ton- oder Salzschichten geht. Bei Singen und im Gebiet Ostalb – also rund um Ulm und Heidenheim über Villingen-Schwenningen bis nach Pforzheim, Stuttgart und auch Schwäbisch Hall bis Bad-Mergentheim – überall gibt es solche Voraussetzungen.

Ich möchte mir das nicht vorstellen, so ein Endlager vor der Haustür zu haben. Ich stehe nicht so auf Hunde mit acht Köpfen oder Kühe mit sieben Beinen. Das klingt vielleicht übertrieben, aber wer von uns kann tatsächlich Sicherheit für eine Million Jahre garantieren, wenn man so was nicht mal für unsere Rente hinbekommt?! Es ist schon erstaunlich, was der Mensch geschafft hat: In 60 Jahren Müll zu produzieren, der „ewig“ strahlt.

Hauptsache ist, dass wenig CO2 in der Luft ist. Genau aus diesem Grund prüfen die Niederländer den Wiedereinstieg in die Atomkraft. Was hat uns damals nur geritten, diese Technologie an den Start zu bringen? Das ist ungefähr so, als würden wir, weil es uns zu Hause zu kalt ist, ein Lagerfeuer im Wohnzimmer anzünden. Es ist erst kuschelig warm, doch dann kommt relativ schnell das böse Erwachen. So wie jetzt, auf der Suche nach einem Ort, an dem Müll mit tödlicher Strahlung EINE MILLION JAHRE lagern soll. Ich wünschte, andere Länder würden da auch mal darüber nachdenken. Frankreich zum Beispiel mit seinen 56 Atomkraftwerken. Bleibt gesund!

 

Euer Ostermann