Na, das sind ja gute Aussichten: Unsere Kinder dürfen ab dem Jahr 2026 den ganzen Tag in der Schule verbringen. Die Bundesregierung hat einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter ab 2026 auf den Weg gebracht. 
Zuerst einmal für Kinder der ersten Klassenstufe.

Ab 2029 haben dann aber alle Grundschulkinder einen Anspruch darauf. Das finde ich eine tolle Nachricht für Eltern. Mittlerweile ist es leider normal, dass beide Elternteile arbeiten gehen müssen, weil sie sich sonst Wohnen und Leben nicht leisten können. 
Deshalb finde ich es gut und wichtig, eine Betreuung zu haben. Wenn ich allerdings an früher denke, denke ich vor allem an meine Kindheit. 


Meine Mutter hatte halbtags gearbeitet, und wenn wir mittags aus der Schule kamen, haben wir zusammen gegessen. 
Danach wurden schnell Hausaufgaben gemacht, und dann ging’s raus. Meine Freunde und ich haben quasi den ganzen Nachmittag im Wald oder auf dem Sportplatz verbracht. Wir hatten schmutzige Klamotten, zerrissene Hosen und waren am Ende des Tages einfach glücklich! Deshalb ist für mich die Aussicht auf einen Ganztagsplatz nur eingeschränkt eine gute Nachricht.

Vielmehr wäre es wichtig, Wohnen erschwinglich, Löhne fairer zu machen und flexiblere Arbeitsbedingungen für Familien anzubieten. Am Ende einer Kindheit kann man die Zeit, die man nicht zusammen verbracht hat, nicht nachholen. Ich finde, Familien sollten sich genießen dürfen, ohne ständig darüber nachdenken zu müssen, wo sie ihr Kind am besten parken können. Nur ein Gedanke meinerseits. 
    Euer  Ostermann