Wenn die Sommerhitze kommt, bringen Badeseen in der Umgebung von Stuttgart Erfrischung – Der Neckar ist für Badespaß allerdings tabu.

 

 

Badeseen gibt es in der Region Stuttgart nicht gerade wie Sand am Meer. Doch wenn die Sommerhitze über der Stadt liegt, lohnt sich der Weg. Am Ende steht Erfrischung in kühlen Fluten, die sich laut Baden-Württembergs Gesundheitsminister auch bedenkenlos genießen lässt. Die Badestellen im Land würden nach den Vorgaben der Europäischen Union überwacht, erklärt Manne Lucha. „Und erneut weisen nahezu alle Badegewässer in Baden-Württemberg eine hervorragende Wasserqualität auf.“

Seen gibt es in nächster Umgebung der Landeshauptstadt, etwa den Bärensee oder den Max-Eyth-See. Doch gebadet werden darf dort nicht. Auch der Neckar, in dem die Großeltern noch schwammen, ist für Badespaß tabu. Allerhöchstens Stand-up-Paddling ist möglich, und seit der Remstal-Gartenschau 2019 gibt es einige Stellen zwischen Remseck und Waiblingen, an denen immerhin die Füße ins Wasser gehängt werden können.

Zum Baden aber muss man in die weitere Umgebung von Stuttgart flüchten, was mittlerweile kostengünstig und umweltfreundlich mit dem 9-Euro-Ticket möglich ist. Dass der Plüderhausener See aus Haftungsgründen vom Badesee zur Badestelle zurückgestuft wurde, wird seiner Beliebtheit nicht schaden. Seit Jahren zählt das Gewässer zu den beliebtesten Zielen für Familien, Freunde, Hobby-Angler und Sonnenanbeter. Es gibt eine Liegewiese mit Bäumen, vier Badestege, einen Nichtschwimmer- und Anglerbereich, Umkleidekabinen, Duschen, Toiletten und einen Kiosk.

Idyllisch liegt der Waldsee Fornsbach in der Nähe von Murrhardt. Ein barrierefreier Weg ermöglicht einen gemütlichen Spaziergang um den Badesee mit Campingplatz und mehreren Spielplätzen am See. Minigolf, Beachvolleyball, Tischtennis, Angeln, Bootfahren sind weitere Attraktionen des familienfreundlichen Badesees zwischen Schwäbisch Hall und Kaisersbach. Fährt man noch ein bisschen weiter östlich, kommt man an den Diebachsee bei Fichtenberg, der ein bisschen kleiner ist als der Waldsee, an warmen Tagen aber nicht weniger besucht ist.

Am Ortsrand von Neckartailfingen gibt es den Aileswasensee, der einst eine Kiesgrube war und heute eine Wasseroase ist. Ein Teil des Sees ist Naturschutzgebiet. Dort sind Bootfahren und Baden verboten. In der freigegebenen Zone vermittelt aufgeschütteter Sand Strandfeeling, und für FKK-Fans gibt es einen extra Bereich.

Der Aichstruter Stausee bei Welzheim liegt vom Wind gut geschützt in einem Tal. Auf der Liegewiese rund um den See ist Grillen erlaubt. Mit Wohnmobilen darf man weiterhin auf den Parkplatz, aber ubefugtes Zelten ist nicht erlaubt. Außerdem machen drei Stuttgarter einen Sup-Verleih an Wochenenden, wobei man Stand-Up-Paddling ausprobieren kann. Nicht weit entfernt, zwischen Althütte und Welzheim, ist der Ebnisee, ein perfekter Platz zum Baden, Schwimmen, Grillen, Tretbootfahren und Sonnen. Fast direkt neben dem See ist der Schwabenpark – ein kleiner Freizeit- und Erlebnispark mit Märchenbootsfahrt und Wildwasserbahn.

Zwischen Streuobstwiesen und Wald bei Kirchheim unter Teck findet sich das Naherholungsgebiet Talwald mit den drei Bürgerseen. Gebadet werden darf im „Unteren See“ mit eigens angelegten Inseln und Grillplätzen, der „Mittlere See“ ist ein Angelgewässer, der „Obere See“ ein Biotop mit artenreichen Uferpflanzen. Zwischen Naturpark Schönbuch und der Gemeinde Kirchentellinsfurt liegt der Baggersee mit Anschluss an die B27, der Schwimmer, Surfer, Segler und Angler anlockt. Der Stausee Ehmetsklinge bei Zaberfeld, rund 50 Kilometer südöstlich von Stuttgart, bietet eine große Liegewiese direkt beim Wirtshaus am See.

 

 

Nicht überall kann man diesen Sommer baden

Mancher beliebte Badesee wie der Breitenauer See hat derzeit nicht genügend Wasser, deshalb herrscht Badeverbot. Der Waldsee ist deshalb für Kinder geeignet, weil er einen Kinderstrand hat. Dazu und über eventuelle Änderungen vor dem Besuch kann man sich am besten bei Facebook oder bei den jeweiligen Gemeinden online informieren. Alle Seen und die Wasserqualität unter www.badegewaesserkarte.landbw.de