Ein „Offenes Haus der Musik und mehr“ soll die Villa Berg werden – für alle Bürger zugänglich und nicht nur für diejenigen mit prallen Portemonnaies.

 

 

Lang ersehnte Zukunftsmusik: „Die Villa Berg wird zu einem ‚Offenen Haus für Musik und mehr‘. Sie soll sich künftig allen öffnen und gleichzeitig ein kultureller Leuchtturm mit Strahlkraft werden“, teilt die zuständige Fachabteilung für das Großprojekt über die Pressestelle der Stadt Stuttgart mit. Hierbei ist eine Sanierung der Villa Berg samt geplantem Neubau angesetzt und somit die Entwicklung einer Kulturstätte. Hinzukommt die Sanierung der Tiefgarage sowie des Parks, der sich ringsum des in die Jahre gekommenen Gebäudes erstreckt. Das Projekt habe bereits „eine intensive Vorbereitungsphase“ hinter sich, wozu eine Machbarkeitsstudie, eine bautechnische Untersuchung des Bestands sowie eine denkmalspezifische Vermessung gehörten. Ein wichtiger Schritt für die weitere Planung ist ein Nutzungs- und Organisationskonzept der zukünftigen Villa als Kulturstätte. So können Bedarf und Anforderungen in ein architektonisches Gesamtkonzept fließen. „Es ist ein erklärtes Ziel, alle in der Villa willkommen zu heißen.

Um ein lebendiges und gut genutztes Gebäude zu erlangen, wird deshalb weiterhin strategisch am Nutzungs- und Organisationskonzept gearbeitet, um ein geschärftes Profil in der bestehenden Kulturlandschaft einnehmen zu können“, betont die zuständige Fachabteilung. Dieser Prozess ist fächerübergreifend. Das bedeutet, dass verschiedene Ämter beteiligt seien. Ebenso sei die Bürgerschaft seit Übernahme der Villa Berg durch die Stadt Stuttgart im Jahr 2016 intensiv in die Entwicklung eingebunden. Im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahren wurden bereits Leitlinien für die künftige Nutzung beschlossen. So sollen hier unter anderem Tagungen, Konferenzen und Hochzeiten ausgerichtet werden. Ein Café ist ebenfalls geplant. Das Nutzungs- und Organisationskonzept stehe kurz vor dem Abschluss und soll dem Gemeinderat demnächst zum Beschluss vorgelegt werden. Wenn dieses steht, wird geschaut, wie die Raumplanung aus­sehen solle.

Zudem gibt es Überlegungen aus der Machbarkeitsstudie, wie sich der Neubau in den Park und den Bestand der Villa Berg fügen kann. Das Architekturbüro Atelier Brückner GmbH, das im April diesen Jahres mit der Sanierung und dem Anbau beauftragt wurde, steht nun vor der Herausforderung, alle Aspekte in der Entwurfsplanung zusammenzubringen.

Mit der Fertigstellung der Sanierung samt Anbau der Villa Berg wird bis zum Herbst 2026 gerechnet. Im Fokus steht in diesem Jahr (2021) die Definition von Schnittstellen und die Zeitplanung der beteiligten Ämter. Die städtische Trägerschaft übernimmt das Kulturamt als zukünftiger Nutzer der Villa Berg. Mieter beziehungsweise Pächter für den künftigen Gastro-Bereich werden erst gesucht, wenn sich der Zeitraum der Fertigstellung nähert.

 

 

Übrigens: Wer sich noch beteiligen möchte, kann sich der Projektgruppe Villa Berg, die sich in regelmäßigen Abständen trifft, anschließen.

Mehr Infos finden Inter­essierte auf der Website www.stuttgart-meine-stadt.de/villa-berg/.

Das Gesamtprojekt Villa Berg besteht aus der Sanierung des Parks der Villa Berg (Garten-, Friedhofs- und Forstamt), der Sanierung und dem Neubau der Villa Berg (Amt für Stadtplanung und Wohnen), der Entwicklung des Kulturbetriebs (Kulturamt) sowie der Sanierung der Tiefgarage (Tiefbauamt)