Aktivspielplatz Raitelsberg richtet Baumpflanzaktion aus. Dank einer Spende der Stiftung der PSD-Bank „L(i)ebensWert“ bereichern nun zwölf Bäume das 16 000 Quadratmeter große Gelände des gemeinnützigen Vereins. 

 

 

„Der Baum wird als Zeichen für das Leben betrachtet. Er symbolisiert das Wachstum und die Entwicklung des Menschen sowie den Lebenszyklus und die Vergänglichkeit“, sagte Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender des Aktivspielplatzes Raitelsberg am Tag der Baumpflanzaktion, die vor Kurzem auf dem 16 000 Quadratmeter großen Gelände ausgerichtet wurde. Zwölf Bäume, unter anderem acht Ahorn-, vier Obst- und zwei Hochstammbäume, verwandeln den Ort in eine gemütliche kühle Oase. Insgesamt 80 Beteiligte packten kräftig mit an, darunter auch Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sowie Charlotta Eskilsson, Bezirksvorsteherin in Stuttgart-Ost. Die grüne Bereicherung stammt von der Stiftung „L(i)ebensWert“ der PSD-Bank im Rahmen der Spendenaktion „Coolspots“. Mit dieser werden soziale Projekte unterstützt, die ihr öffentlich zugängliches Gelände durch beschattete, begrünte Treffpunkte mit Pflanzen, Wasserelementen und Sitzgelegenheiten aufwerten.

Der Aktivspielplatz Raitelsberg, kurz Aki, ist ein gemeinnütziger Verein der offenen Kinder- und Jugendhilfe, der seit über 40 Jahren Kinderaugen in Stuttgart-Ost zum Strahlen bringt. Auf dem Platz bekommen Kinder nicht nur emotionale Unterstützung, sondern werden in ihrer Entwicklung auch gefordert und gefördert, und das Angebot ist kostenlos. Im Stadtteil Raitelsberg in Stuttgart wohnen viele einkommensschwache, kinderreiche Familien. Viele Eltern können nicht bei den Hausaufgaben helfen, es gibt kaum Platz zum Spielen, und von Haustieren haben die meisten Kinder nur im Fernsehen etwas gehört. Hier setzt der Aki mit seinem offenen Konzept an. Der Aki gilt dabei nicht nur als Ort zum kurzweiligen Austoben an leblosen Geräten, sondern er bietet vielseitige und wertvolle pädagogische Möglichkeiten. Ebenso sind hier auch Familien willkommen, die gemeinsam mit ihren Kindern Zeit verbringen möchten, und auch Senioren.

Seit Kurzem wohnen zudem ukrainische Flüchtlinge auf dem Gelände, die auch zum „Wir“ des Aki zählen – die Entscheidung hierzu wurde gemeinsam mit den Kindern getroffen. „Inklusion ist das neue Normal. Wer kommen will, ist willkommen, ohne Gegenleistung“, betont Andreas Pohl. „Leider fallen wir aufgrund dieses Konzepts, in dem wir komplett bedürfnisorientiert arbeiten, aus der Fördersystematik. Daher sind wir umso mehr auf die Finanzierung Dritter sowie Spenden angewiesen – dafür setzen wir uns mit Herzblut ein, sodass wir weiterhin wirklich jeden Menschen hier begrüßen dürfen.“

Bemerkenswert ist zudem, dass der Aki neben dem normalen offenen Spielbetrieb Kooperationen mit unterschiedlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Horten, Schulen oder dem Körperbehinderten-Verein pflegt. Insgesamt gibt es 34 solcher Kooperationen, wobei davon nur acht von der Stadt Stuttgart gefördert werden. Alles, was darüber hinausgeht, muss über Drittmittel und Spenden finanziert werden. Doch zum Glück gibt es immer wieder Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen, die den Mehrwert des Aki erkennen. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die die Einrichtung am Laufen halten.

Die Besucherzahlen sprechen dafür, dass das offene Konzept breite Zustimmung findet: Im Jahr 2021 sind es etwa 70 Besucher, die täglich kamen – Tendenz steigend, auch generationenübergreifend! Nicht mit inbegriffen sind dabei die Dutzenden Kinder und Jugendliche, die über Kooperationen zum Aki kommen. „Egal, wer uns besucht, alle finden hier ein soziales Umfeld vor, das nicht nur ein Gefühl der Zugehörigkeit vermittelt, sondern auch das Vertrauen in andere lehrt“, so Pohl.

 

 

Mehr über den Aki

Programme sind online unter www.aki-raitelsberg.jimdo.com einsehbar. Ebenso gibt es Infos auf Facebook „Aki – Raitelsberg“ und Instagram „aki_raitelsberg“.