Orte mit Potenzial: Die Zeichen stehen auf Veränderung am Stöckachplatz: Bauarbeiten sind in vollem Gange, um künftig die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Zudem läuft die Mitmachaktion „Der Stöckach putzt sich raus“.

 

 

Ein Mangel an Verweilmöglichkeiten, ein Überschuss an Parkplätzen sowie hohe Emissionen und akustische Belastungen des vielfäl­tigen Verkehrs: Der Stöck­achplatz ist ein Ort, an dem sich Menschen nicht gern aufhalten. Er wird höchstens zum Parken oder um von A nach B zu kommen genutzt. Doch das soll sich ändern.

Aus diesem Grund sind aktuell Bauarbeiten im Gange. Ein Schritt in Richtung höherer Aufenthaltsqua­lität erfolgt an der Hackstraße 2, dem Standort der ehemaligen Hauswirtschaftlichen Schule. Das Gebäude, das derzeit halb abgerissen an Ort und Stelle steht, soll einem Neubau weichen. Auf dem Areal baut die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebau­gesellschaft mbH (SWSG) in den kommenden Jahren ein integratives Quartier mit Wohnungen, Kindertagesstätte und Supermarkt. Der Platz selbst ist Teil des Sanierungsgebiets „Stuttgart 29 – Teilbereich Stöck­ach“. „Der Stöckachplatz soll ein Platz für Fußgänger werden. Hierfür werden die Parkplätze in den Neubau der Hackstraße 2 verlegt, sodass weiterhin die Möglichkeit besteht, die anliegenden Geschäfte mit dem Auto zu erreichen“, erklärt Miriam Schwarz vom Amt für Stadtplanung und Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart. „Es sollen mehr Bäume gepflanzt werden, sodass eine grüne Achse zwischen dem Zeppelin-Gymnasium und der Landhausstraße entsteht. Weiter sollen Verweilmöglichkeiten geschaffen werden. Wie diese aussehen werden, ist aktuell Bestandteil der Planung.“

Mit einbezogen wurden von Anfang an auch die Belange der Bürgerinnen und Bürger. Das ist auch weiterhin der Fall. Für den Herbst ist eine Bürger­beteiligung zum Thema Wünsche an diesen verkehrs­intensiven Ort geplant. „Hier können sich alle aktiv einbringen“, sagt Miriam Schwarz.

„Der Stöckachtreff mit seinen Arbeitsgemeinschaften (AGs), speziell der AG Hauswirtschaftliche Schule und Stöckachplatz sowie AG Verkehr, werden sich hier bereits bei der Planung der Bürgerbeteiligung aktiv einbringen und erste Impulse geben.“ Es sei gut denkbar, dass auch während der Bauzeit mit einzelnen, kleinen Aktionen der Platz wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden könne.

Wer dazu Ideen habe, kann sich jederzeit an den Veranstalter Stöckachtreff, Metzstraße 26, oder die Gemeinwesenarbeit wenden. Für den Stadtteil stehen übrigens jährlich 7500 Euro für bürgergetragene Projekte/Aktionen bereit, die dem Stadtteil zugutekommen. So auch die Mitmachaktion unter dem Motto „Der Stöckach putzt sich raus“, die vom 14. bis 18. März 2022 stattfindet. In der Aktionswoche selbst können sich Gruppen zu selbst gewählten Zeitpunkten und Orten beteiligen, um gemeinsam Müll zu sammeln. Gern mit Anmeldung beim Veranstalter, um bei der Preisverleihung dabei zu sein. Wer nicht mit einer Gruppe oder Einrichtung dabei ist, kann sich gern dem Treff anschließen. Treffpunkte sind am Montag, 14. März, und Donnerstag, 17. März, jeweils um 17 Uhr, am Platz. Handschuhe und Müllzangen werden von der AWS zur Verfügung gestellt und können gern vorab in der Metzstraße 26 abgeholt werden. Der Abschluss der Aktionswoche wird dann an der Heilandskirche am 18. März, 16 Uhr, stattfinden. Es wird zu Essen und Trinken geben.

 

 

Welche Orte haben mehr Aufenthaltsqualität verdient? Welche Ecken stören Sie? Schreiben Sie uns   Ihre Meinung, gern auch mit Bildern, an: wochenblatt@stzw.zgs.de, mit vollständigem Namen und Ort. Wir veröffentlichen diese als Leserbrief – und behalten uns Kürzungen vor.