„Egal wo du bist – wir machen was Großes draus!“, das ist das Motto der diesjährigen Meisterfeier der Handwerksregion Stuttgart.

 

 

Für rund 650 Jungmeisterinnen und Jungmeister ist Freitag, der 23. Oktober, ein großer Tag. Im Rahmen der Meisterfeier der Handwerksregion Stuttgart erhalten sie ihre Meisterbriefe. Jedes Jahr ist diese Meisterfeier ein besonderes Event – in diesem Jahr gar ein ganz außergewöhnliches. Auf eindrucksvolle Weise zeigt das Handwerk, wie flexibel es ist, um trotz der Corona-Pandemie seine Meister zu ehren. „Egal wo du bist – wir machen was Großes draus!“, das Motto der diesjährigen Meisterfeier der Handwerksregion Stuttgart lässt es schon erahnen: Ein Ort, viele Gäste, das gibt es in diesem Jahr nicht, ein Top-Event ist aber allemal geplant. „Die Corona-Pandemie hat unser bisheriges Veranstaltungsformat auf den Kopf gestellt“, erklärt Kammer-Hauptgeschäftsführer Thomas Hoefling: „Um unsere Jungmeister dennoch gebührend zu ehren, haben wir deshalb ein neues Konzept entwickelt.

Das aktuelle Programm der Meisterfeier 2020 wartet mit einer per Livestream übertragenen Show aus einem professionellen TV-Studio in Ludwigsburg auf, nebst Impressionen aus dem Forum der Handwerkskammer in Stuttgart, wo unter anderem die diesjährigen Bestmeister geehrt werden. Der Countdown zur Live-Übertragung startet um 18.45 Uhr, ab 19 Uhr wird’s dann feierlich. Rund um die Erhebung in den Meisterstand wartet das abwechslungsreiche Programm mit spannenden Gesprächen, Einblicken in die Welt der Handwerksmeister und prominenten Gästen auf, wie etwa dem Ministerpräsidenten Winfried Kretsch­mann oder dem Musiker Max Herre. Die Meisterinnen und Meister sind zu Gewinnspielen eingeladen, können beispielsweise eine Weiterbildung zum Betriebswirt gewinnen. Natürlich darf die Vergabe des diesjährigen Rotary-Preises nicht fehlen, und über Live-Votings und die Social Wall ist trotz der unterschiedlichen Orte, an denen die Meisterfeier stattfindet, viel Gemeinsamkeit gegeben. Ob zusammen mit der Familie vom heimischen Sofa aus oder in sonstiger kleiner Runde, eine Meisterfeierbox mit leckerem Inhalt sorgt dafür, dass die Live-Übertragung zum vollen „Genuss“ wird, die Meisterfeier überall gelingt, besonders wenn nach dem offiziellen Teil ab 20.30 Uhr mit DJ Flo Foerg die Live-Session weitergeht. Ursprünglich hatte die Handwerkskammer mehrere Locations in den Landkreisen für ein Public Viewing vorgesehen. „Diese schöne Idee mussten wir leider wieder verwerfen – das Virus war schneller“, bedauert Thomas Hoefling.

An dem Angebot, den Jungmeistern, wenn sie denn mögen, ihren Meisterbrief persönlich an der Haustür zu überreichen, solle jedoch festgehalten werden. Im Verlauf des Abends würde dann Hoefling oder einer seiner Kollegen vorfahren, Ersterer übrigens mit einem alten Fiat 500 – dem Meisterstück eines Sattler- und Feintäschnerabsolventen von 2014. Die Meisterbriefe sind in diesem Jahr schon etwas Besonderes. „Die Meisterschüler haben klasse mitgezogen“, betont Thomas Hoefling angesichts von Online-Unterricht, verschobenen Prüfungsterminen und den Hygiene­regeln, die das Coronavirus forderte. „Trotz aller Erschwernisse haben auch die Beruflichen Schulen sowie die Meisterprüfungsausschüsse ihre Aufgabe mit Bravour erledigt – und richtig Gas gegeben“, hebt er hervor. Zudem gibt es da aber noch Weiteres: Die diesjährigen Absolventen tragen nicht nur den Titel „Meister“, sondern dank des neuen Berufsbildungsmodernisierungsgesetzes auch den „Bachelor Professional“. Und schließlich hat die Landesregierung seit dem ersten Mai dieses Jahres die Meisterprämie – 1500 Euro! – für erfolgreiche Absolventen von Meisterkursen im Handwerk eingeführt. Die Meistergründungsprämie soll ebenfalls in Kürze folgen.

Sechs Frauen, sieben Männer – unter den insgesamt 700 Jungmeisterinnen und Jungmeistern werden in diesem Jahr 13 Bestmeister geehrt. Als Behälter- und Apparatebauer, Feinwerkmechaniker, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Informationstechniker, Maler oder Müller haben sie Bestes geleistet, wie auch als Maßschneider, Raumausstatter, Sattler und Feintäschner, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Zimmerer, Tischler oder Landmaschinenmechaniker. Dass Frauen im Handwerk auf dem Vormarsch sind, sie auch vermeintliche Männerdomänen wie etwa die Elektrotechnik nicht schrecken, zeigt Nicole Behrens aus Ditzingen-Schöckingen. Als einzige Frau wird sie bei der Meisterfeier einen Meisterbrief im Elektrotechniker-Handwerk entgegennehmen. Wie fast jedes Jahr kommt auch 2020 ein Absolvent aus der Schweiz, wo sich die Qualität der Meisterschulen in Stuttgart herumgesprochen hat. Christoph Häussermann hat im Müller-Handwerk seine Meisterprüfung erfolgreich abgeschlossen.

 

 

Im Livestream  mit dabei sein

Da die Meisterstücke bei dem virtuellen Event nicht live ausgestellt werden können, können die Jungmeisterinnen und Jungmeister ihre Stücke fotografieren und hochladen. Zu einer Collage zusammengebaut,  sind  die Werke  dann  im Livestream zu  sehen. Alle Freunde des Handwerks sind eingeladen, mit dabei zu sein unter www.hwk-stuttgart.de/meisterfeier2020.