Eine Broschüre mit drei neuen Teilstrecken der bestehenden Filder-Rad-Runde ist erschienen 

In Gruppen, zu zweit und allein sind Radfahrer am Ostersamstag auf dem Teilstück der Filder-Rad-Runde unterwegs gewesen. Die Route, die zwischen Sillenbuch und Bonlanden verläuft, ist eine von drei neuen Radstrecken über die Filder. Sie führen nicht wie der Rundweg um die Ebene herum, sondern mitten hindurch. Die 57 Kilometer lange bestehende Rad-Runde durch eine Landschaft, die einst die Kornkammer Württembergs war und heute vor allem für ihr Spitzkraut bekannt ist, kann durch die Etappen abgekürzt werden. Zugleich lassen sich auch neue Ecken im Herzen der Filder entdecken, wie das Körschtal, einer der intaktesten Lebensräume der Region, oder das Zeppelindenkmal.


Die Filder-Rad-Runde wurde vom Kommunalen Arbeitskreis Filder initiiert, in dem sieben Kommunen – Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt, Ostfildern-Denkendorf, Neuhausen sowie die Städte Stuttgarter und Esslingen mit ihren Stadtteilen auf den Fildern – vertreten sind. Rechtzeitig zu  Ostern und zum Beginn der neuen Radsaison ist nun die neue Broschüre erschienen.


Die bestehende Filder-Rad-Runde und die hinzugekommenen Wege werden vorgestellt – samt Übersichtskarte, Streckenprofilen sowie interessanten Hinweisen zu den Sehenswürdigkeiten entlang der verschiedenen Routen.


Die Radtouren führen vorbei an Feldern, Wäldern, Streuobstwiesen sowie an hübschen Ortschaften mit Aussichten ins Neckartal und den Schurwald, auf den Flughafen, den Fernsehturm oder die Schwä­bische Alb mit der Burg Hohenneuffen. 


Als Rundkurs kann die Tour an jedem beliebigen Punkt begonnen und wieder beendet werden. Attraktionen gibt es viele entlang des Weges. Etwa den geschichtlichen Lehrpfad zur keltischen Viereckschanze, das Naturschutzgebiet Erlachsee oder die Rohrer Höhe, die mit 520 Metern der höchste Punkt der Filder-Rad-Runde ist, die durch die drei neuen ausgeschilderten Strecken noch abwechslungsreicher ist.

Ein 17 Kilometer langes neues Teilstück verläuft zwischen Oberaichen und Denkendorf, ein etwa acht Kilometer langes zwischen Leinfelden und Plieningen und eines über 16,5 Kilometer zwischen Bonlanden und Sillenbuch.


Der Filderstädter Radverkehrsbeauftragte Jürgen Lenz hat das Projekt im Auftrag der beteiligten Kommunen von Anfang an begleitet und ist mit dem Ergebnis zufrieden. Auf dem Rad lerne man die Vielfalt der Filder kennen, erlebe Ruhe, aber auch Betriebsamkeit, erklärt Jürgen Lenz den Reiz der neuen Ausflugsziele. „Das ist ein Spannungsbogen von pulsierender Großstadt, Flugzeugen und Zügen bis hin zu dörflicher Idylle.“ Für jeden sei was dabei, sicher auch irgendwann wieder einmal, eine „reizvolle Gastronomie, die zur Einkehr einlädt“.


Eva Noller, Erste Bürgermeisterin in Leinfelden-Echterdingen und seit drei Jahren Geschäftsführerin des Kommunalen Arbeitskreises, sieht ebenfalls viele Vorzüge der erweiterten Filder-Rad-Runde.  Der Landschafts- und Wirtschaftsraum zeichne sich durch große Weitblicke aus, etwa mit Zukunftstechnologien wie der Bioökonomie an der Universität Hohenheim. „Mit dem Rad erleben die Menschen jetzt hautnah großartige Weitblicke in alle Richtungen.“

Info: Der neue Flyer zur Filder-Rad-Runde ist kostenlos in den öffentlichen Verwaltungsstellen erhältlich und kann auch von den Internetseiten der beteiligten Kommunen heruntergeladen werden.