Die Mobilen Teams des Robert-Bosch-Krankenhauses beschleunigen die Kampagne mit Angeboten „to go“ –In der Klinik auf dem Pragsattel wird ständig „Offenes Impfen“ angeboten.

 

 

Kirche, Schiff, Parkhaus oder Bus: Die Mobilen Impfteams des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) begeben sich an ungewöhnliche Orte, um der Impfkampagne Schwung und Tempo zu verleihen. Und beim ersten Stopp des neuen Impfbusses auf dem Stuttgarter Karlsplatz ließen sich rund 70 Impfwillige piksen. Der 45-jährige Franz Schmidts gehörte zu denen, die das niederschwellige Angebot annahmen. Er entschied sich für eine Einmalspritze mit Johnson&Johnson. „Ich wollte mich schon länger impfen lassen, zumal mein Hausarzt die Impfungen inzwischen eingestellt hat. Deshalb hat das gut gepasst.“ Solche Aussagen hört Bürgermeisterin Alexandra Sußmann gern, die bei der Jungfernfahrt Ende Juli verkündet hatte: „Impfen soll so einfach sein wie der Einstieg in einen Bus.“ Also ist der Impfbus, ein gemeinsames Projekt des Robert-Bosch-Krankenhauses mit der Stadt Stuttgart und der SSB AG, seit der vergangenen Woche und bis Ende August auf „Spritz-Tour“ in den Stadtteilen, um die Menschen vor Ort zum Impfen zu motivieren.

Die Mobilen Impfteams des Robert-Bosch-Krankenhauses gehen auf Veranstaltungen wie das Kulturfestival „Bunter Beton“ im Züblinparkhaus. Sie schippern auf der MS Bad Cannstatt auf dem Neckar, besuchen die Wallmer- und die Stephanuskirche, sind bei Sportvereinen, in Berufsschulen oder Stadtteilzentren präsent. Am vergangenen Samstag verimpften die Mobilen Impfteams beim Testspiel des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart gegen den FC Barcelona in der Mercedes-Benz Arena vor dem Stadion die Vakzine Biontech und Johnson&Johnson. Auch der SSB-Bus hatte auf seiner „Spritz-Tour“ an der Mercedes-Straße in Bad Cannstatt Halt gemacht.

Nahezu 60 Prozent der Menschen im Land sind mindestens einmal geimpft. Mehr als die Hälfte ist bereits vollständig immunisiert. Die außergewöhnlichen Orte sollen nun mithelfen, die Impfquote der Menschen in der Region bis zum Beginn des neuen Schuljahres Mitte September auf möglichst 85 Prozent zu erhöhen, und das Modell „Impfen to go“ kommt gut an. Binnen eines Monats, von Anfang bis Ende Juli, hatten die Impfteams des RBK 2121 Impfdosen in offenen Impfaktionen verimpft. „Es zahlt sich aus, in die Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger einzutauchen. Aktuell erreichen wir mit den Mobilen Impfteams mehr Menschen als über die Impfzentren“, sagt Mark Dominik Alscher, Medizinischer Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses, und warnt, dass „derzeit wieder erste Covid-Patienten stationär behandelt werden müssen“.

Auch deshalb wird im Impfzentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses ständig „Offenes Impfen“ angeboten. Das heißt, Impfwillige können sich ohne Termin montags bis sonntags, jeweils von 7 bis 20.30 Uhr, ein Vakzin verabreichen lassen. In den Sommerferien wird es im Land zudem besondere Angebote für Zwölf- bis 17-Jährige geben.

An den Wochenenden 21. und 22. August sowie 11. und 12. September können sich Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren und auch ihre Eltern in rund 40 Zentren ohne Termin piksen lassen.

 

 

Weitere Impftermine und die Stationen des Impfbusses bei der „Spritz-Tour“ gibt es im Internet unter: www.stuttgart.de/offenes-impfen. Einen Überblick über Impfangebote für Zwölf- bis 17-Jährige gibt es auf: www.dranbleiben-bw.de.