Ein Blick auf den letzten Monarchen von Württemberg: Anlässlich des 100. Todestages von König Wilhelm II. präsentiert das Stadtpalais eine große Sonderausstellung.

 

 

Nach dem Tod von König Karl trat der Prinz 1891 als König Wilhelm II. die Regierung an. Bescheiden und volksnah – so wird der letzte Monarch Württembergs beschrieben. Am2. Oktober 2021 ist sein Ableben genau 100 Jahre her. Zeit, um zurückzublicken auf sein Leben und Schaffen: Von 2. Oktober bis 27. März 2022 ist die große Sonderausstellung „Wilhelm II. – König von Württemberg“ im Stadtpalais zu sehen. Die Ausstellung zeigt die prägendsten Stationen im Leben König Wilhelms II.: angefangen bei der glücklichen Kindheit im Prinzenpalais, der Studienzeit in Tübingen und Göttingen, der Karriere des Thronanwärters beim Militär über die eigentliche Regierungszeit als König von Württemberg bis hin zum einfachen „Herzog“ nach dem Ende der Monarchie 1918. Dabei wird Wilhelm II. in seiner histo­rischen Rolle zwischen Pflicht und Kür im Privaten und Öffentlichen geschärft. Als Begleitprogramm gibt es schon im Frühjahr Gespräche, Diskussionen und Workshops über die württembergische Monarchie und ihre Könige, über das Deutsche Reich und über die Skulpturengruppe von König Wilhelm II. mit seinen Spitzhunden. Das Begleitprogramm wird digital stattfinden.

Am Donnerstag, 25. Februar, 19 Uhr, gibt es ein digitales Geburtstagsdinner. Mit den Leibspeisen des Königs dinieren Dr. Edith Neumann und Dr. Albrecht Ernst, stv. Abteilungsleiter im Hauptstaatsarchiv. Zum Essen gibt es historische Speisen und Berichte zur Esskultur am Hof des Königs und seiner Familie. Gelesen wird aus authentischen Briefen des Königs.

Am Mittwoch, 17. März, 18 Uhr, findet der digitale Workshop „Wo steht die Erinnerung an König Wilhelm II. von Württemberg heute?“ statt. Eine Vielzahl von Akteuren aus der Stuttgarter Gesellschaft diskutiert über die Formen einer angemessenen Erinnerung an den letzten württembergischen König.

Am Mittwoch, 19. Mai, 19 Uhr, folgt eine digitale Diskussion der Ergebnisse des Workshops „Wo steht die Erinnerung an König Wilhelm II. von Württemberg heute?“.

Am Mittwoch, 16. Juni, 19 Uhr, startet eine Gesprächsreihe unter dem Thema „Die Entstehung des Königreiches Württembergs und die Regentschaft König Friedrichs“. Herzog Friedrich wurde der erste König von Württemberg. Er war ein Machtpolitiker von stattlicher Erscheinung und führte den neuen Staat bis zu seinem Tod 1816 selbstbewusst und souverän. Seine Regentschaft gibt immer wieder Anlass zu unterschiedlichen Beurteilungen in der Forschung. Im Gespräch mit der Historikerin Professor Dr. Ina Ulrike Paul wird eine neue Sicht auf den Monarchen Friedrich vorgestellt.

Am Mittwoch, 23. Juni,19 Uhr, wird die Gesprächsreihe unter dem Thema „Das Königreich Württemberg und die Regentschaft König Wilhelms I.“ fortgesetzt. In den 48 Jahren seiner Regentschaft prosperierten Stadt und Land. Der Historiker Harald Schukraft wird als ein profunder Kenner der Regierungszeit von König Wilhelm I. zu Gast sein.

Am Mittwoch, 30. Juni, 19 Uhr, findet die Veranstaltung „Das Königreich Württemberg und die Regentschaft König Karls“ statt. In politischer Hinsicht sorgte er für eine liberale Haltung Württembergs gegenüber unterschiedlichen Religionen, Parteien und freigeistigen Strömungen. Dr. Katharina KüsterHeise hat sich mit dem Wirken von König Karl und Königin Olga in jüngster Zeit intensiv beschäftigt.

Am Mittwoch, 7. Juli, 19 Uhr, wird die Reihe unter dem Thema „Das Königreich Württemberg im neuen Europa“ fortgesetzt. Im Gespräch mit Professor Dr. Dieter Langewiesche geht es um das Thema „Monarchie und Moderne“. Am Mittwoch, 14. Juli, 19 Uhr, findet die Podiumsdiskussion „Das Königreich Württemberg“ mit den Gästen der Gesprächsreihe statt.

Weiter geht es am Mittwoch, 6. Oktober, 19 Uhr, mit dem Gesprächsabend „Adel verpflichtet – Das königliche Zeremoniell am Hof von König Wilhelm II. und Königin Charlotte“. Es berichtet Dr. Eberhard Fritz, langjähriger Kenner der Adelsgeschichte in Württemberg.

Am Mittwoch, 20. Oktober, 19 Uhr, berichtet Professor Dr. Nils Büttner, Autor einer umfangreichen Geschichte der Stuttgarter Akademie, alles über „Was Sie schon immer über die Stuttgarter Avantgarde, die Kunstakademie und König Wilhelm II. wissen wollten“.

Am Mittwoch, 10. November, 19 Uhr, findet der Gesprächsabend „König Wilhelm II. als Freund und Förderer“ statt. König Wilhelm II. unterhielt lebenslange Freundschaften mit  Schulkameraden, Studienfreunden, Weggefährten und Verwandten. Anhand seines Briefwechsels bekommt man Einblicke in die Denkweise des Königs und all der Ereignisse, die ihm am Herzen lagen.

Am Mittwoch, 24. November, 19 Uhr, endet die Gesprächsreihe mit dem Thema „König Wilhelm II. als Erbauer einer modernen Residenzstadt“. 

 

 

Begleitprogramm

Das Begleitprogramm ist auf Instagram @stadtpalaisstuttgart, Facebook @stadtpalaisstuttgart sowie im Anschluss auf der Website des Stadtpalais www.stadtpalais-stuttgart.de zu finden.