Not macht erfinderisch. So bunt, so musikalisch, so einfallsreich war Stuttgart während den Ausgangs-Beschränkungen.

 

 

Bunte Wände, die „Danke“ sagen, farbenfroh bemalte Steine von Kindern, ein exklusives Konzert vor einem Hochhaus: Stuttgart zeigt sich auch in der Coronakrise kreativ und facettenreich. Graffiti-Künstler haben im Auftrag von Netze BW und Stuttgart Netze die Außenwände des Umspannwerks Rembrandtstraße in Möhringen und der Umspannstation Böheimstraße 33 in Stuttgart-Süd mit „Danke“ und „Weil ihr Helden seid“ besprüht.

Damit würdigen sie alle, die während der Corona-Pandemie die Gesellschaft am Laufen halten. Während das Motiv in Möhringen gleich mehrere Berufsgruppen anspricht, liegt der Fokus bei der Umspannstation im Stuttgarter Süden auf den Ärzten und Pflegern des nahegelegenen Marienhospitals. Am Aktivspielplatz Dürrbachtal in Rohracker haben Kinder bei der Aktion „Steinschlange“ mitgemacht. Die Idee: Jeder Stein steht für jemanden, der zuhause ist. Die bemalten Steine zeigen den Kindern, dass sie nicht alleine sind. Eine schöne Möglichkeit also, trotz Gruppenverbot etwas gemeinsam mit anderen zu machen. Neue Wege ging auch das Stadtteilprojekt „Move Freiberg“.

Seit Februar brachte das Projekt Bürger im Wohncafé Wallerie zusammen. Da solche Treffen in der aktuellen Situation nicht mehr möglich sind, dachten sich die Projektverantwortlichen vom Internationalen Bund (IB) und der Flüwo Stiftung: Wenn die Menschen nicht mehr raus dürfen, soll die Aktion zu ihnen nach Hause kommen. Den Auftakt machte am 20. April ein Mini-Konzert auf der Wiese vor dem Café in der Wallensteinstraße. Der Musiker Mohamed Sellami schnappte seine Oud sowie einen Verstärker und spielte auf dem Saiteninstrument schön klingende Musik, die zum Träumen einlud. Nach seinem Auftritt gab es hochgehobene Daumen und Applaus aus den Fenstern und von den Balkonen.