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Die Hundeversteher helfen


Individuelles Training für schwer erziehbare Hunde
 

Jeder Hundehalter kennt die Situation: Der Hund will nicht hören, zieht wie wild an der Leine, knurrt andere Hunde oder Menschen an, beißt oder schnappt, ist aggressiv an der Leine oder ignoriert Herrchen oder Frauchen gänzlich. Was tun? Das Stuttgarter Wochenblatt traf sich in einem Wald bei Vaihingen mit den Hundeverstehern und brachte Interessantes zutage.
 

VAIHINGEN

Bea und Massimo haben sich auf das individuelle Training mit artgerechter Kommunikation zwischen Vierbeinern und Hundehaltern spezialisiert. Hauptziel ihrer Arbeit ist es, den Hund richtig zu verstehen, seine Körpersprache lesen zu können und dabei auf die rassespezifischen Charaktereigenschaften einzugehen.

"Jeder Hund ist ein Individuum, genauso ist jeder Hundehalter individuell", erläutert Massimo das Hundeversteher-Konzept. Da Hunde aber bekanntermaßen nicht unsere Sprache sprechen, sei es für den Menschen umso wichtiger, die typischen Signale, die vom Hund ausgehen, rechtzeitig zu erkennen, zu deuten und in der Aktion dann auch umsetzen zu können. "Wir sind quasi die Dolmetscher zwischen Tier und Mensch", sagt die 30-jährige Bea.

Und der bisherige Erfolg gibt ihnen recht. Seit Gründung im Jahr 2007 konnten die beiden Hundeversteher schon zahlreichen Hundebesitzern effektiv dabei helfen, den Umgang mit ihren Tieren daheim in den eigenen vier Wänden, aber auch unterwegs auf den Straßen oder in der Natur stressfrei und angenehm zu gestalten.

Hundehalterin Gerhild erinnert sich: "Bevor ich mit meiner Hündin Toni zu den Hundeverstehern kam, war ich ziemlich ratlos. Egal, was ich meinem Hund beibringen wollte, er hat mich einfach total ignoriert." Soforthilfe war angesagt, und über einen Zeitraum von etwa drei Monaten hat sie zusammen mit ihrer Toni am Trainingsprogramm der Hundeversteher teilgenommen.

Jetzt ist sie überglücklich und freut sich über den nachhaltigen Erfolg: "Zwischen Toni und mir ist mittlerweile eine echte Beziehung entstanden. Ich verstehe jetzt viel besser, was der Hund von mir will, und kann entsprechend darauf reagieren."

Wichtig ist die Konsequenz. Und das ist natürlich in erster Linie auch ein Lernprozess für die Hundehalter. "Es bringt gar nichts, den Hund anzuschreien, wenn er nicht macht, was du von ihm willst", meint Massimo. "Man muss sich schon auf ihn einlassen und auf eine Art mit ihm kommunizieren, die seinem Wissensstand entspricht." Bea und Massimo setzen dabei auf eine vollkommen gewaltfreie und artgerechte Hundeerziehung, das ist Teil ihres Erfolgskonzepts.

"Für jedes Problem, das in einer bestimmten Situation auftaucht, gibt es auch einen Auslöser", so Massimos Überzeugung.

Und diesen Grund gilt es zu ermitteln, damit der Hundehalter ihn beseitigen oder so ändern kann, dass er dem Hund keine Probleme mehr macht.

Deshalb ist es den Hundeverstehern auch wichtig, bei den Haltern vor Ort zu sein, um den Vierbeiner in seinem direkten Lebensumfeld zu beobachten und die Kommunikation zwischen Mensch und Tier zu analysieren.

Zum Programm der Hundeversteher gehört auch die Therapie von Problemhunden.

Aber auch das individuelle Einzeltraining oder Lernspaziergänge in der Gruppe werden angeboten. Zudem gibt es bei Bea und Massimo eine Hundebetreuung, bei der sie sich stunden- oder auch tageweise um die Tiere kümmern.

Um dieses Angebot weiter auszubauen, suchen die Hundeversteher derzeit nach einem geeigneten Haus mit großem Garten. Zusätzlich stehen Seminare auf der Angebotsliste, bei denen den Teilnehmern wertvolle Tipps aus Theorie und Praxis vermittelt werden.

Nähere Informationen im Internet unter: http://www.diehundeversteher.de.


pn

06.05.2010 - aktualisiert: 06.05.2010 19:41 Uhr

 






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