Stuttgarter haben  abgestimmt: Im Rahmen des sechsten Bürgerhaushalts zeigt sich, wo die Bewohner frischen Wind reinbringen wollen

Der Stuttgarter Bürgerhaushalt ist beendet, die Stimmen sind ausgewertet: Was so alles in der Landeshauptstadt verändert und verbessert, erhalten oder abgeschafft werden soll, dafür haben die Bewohner in die Tasten gehauen. Denn anders als in den Vorjahren lief die Abstimmung pandemiebedingt online ab.
 Die Stadt Stuttgart teilt zwar mit, dass die Beteiligung  nicht so groß gewesen wäre wie sonst, aber dennoch sei die digitale Beteiligung stärker gewesen als in der Vergangenheit.


Platz 1 belegt der Vorschlag „Erhalt der Waggons am Nordbahnhof“. Dieser Vorschlag erhielt mit 2194 Stimmen die höchste Stimmenzahl. Und dieses Anliegen ist sehr dringend, denn im Februar  2021 erhielten die Waggons eine Kündigung der Deutschen Bahn. Bis 30. April 2021 soll das Gelände geräumt werden, teilt das Projektteam Bauzug 3YG auf der Website www.bauzug.net mit. 


Der zweite Platz soll den Wunsch, den „Erhalt des Kulturschutzgebiets Wagenhalle“ mit 1361 Stimmen, dingfest zu machen. Platz 3 mit 1252 Bewertungen ergatterte sich die Idee, die Neckarinsel in einen attraktiven Ort umzuwandeln, der zugänglich für die Öffentlichkeit ist.
 Bei den Plätzen 4, 5 und 6 dreht sich alles um Verbesserungen im Schulbereich. Den vierten Rang erzielte der Vorschlag „WLAN-Zugänge an allen Schulen und für alle Schüler“ (1217 Stimmen), auf Platz fünf folgt der Wunsch, für die Stuttgarter Schulen je einen qualifizierten IT-Support vor Ort bereitzustellen (1134 Stimmen), und der Vorschlag auf Platz 6 forderte besseres Schul­essen (1049 Stimmen).


Das Anliegen „Mehr Fachkräfte in die Kitas!“ rangiert auf Platz sieben mit 1047 positiven Bewertungen.
 Die Plätze acht und neun belegen die Vorschläge „Trinkbrunnen in Bad Cannstatt erhalten“ (1040 Stimmen) und das „Metropol-Kino weiterhin als Kino betreiben“ (1024 Stimmen). Auf Platz 10 landete der Vorschlag, die Neckar-Uferpromenade an mehreren Stellen aufzuwerten (1020 Stimmen).
Zudem hoch gelistet: Ein besonderes Anliegen ist es den Teilnehmenden, Lebensmittel zu retten und zu verteilen (Platz 16). Aber auch der Wunsch, mehr Bienenfutterpflanzen oder Wildblumen in Stuttgart zu pflanzen (Plätze 20, 48, 59), kam auf. 


Radverkehr im Visier: ein Maßnahmenpaket für die weitere Umsetzung des Radentscheids (Platz 26), den Ausbau des Fahrradwegenetzes allgemein (Platz 61) sowie einzelner Radwegeverbindungen und die Trennung von Fuß- und Fahrradwegen (Plätze 41, 47, 114, 142, 145 und weitere). Im Aufgabenbereich ÖPNV war der Wunsch erfolgreich, ein 365-Euro-Ticket für Stuttgart einzuführen (Platz 14). 

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wo die Bewohner frischen Wind reinbringen wollen.